Erstmals in der Südweststeiermark: Manege frei für Circus Dimitri
Circus Dimitri feiert Premiere in den Bezirken Leibnitz und Deutschlandsberg. Gleich mehrmals wird zu Akrobatik, Comedy-Einlagen und Clownerie geladen.

Wer das rot-weiß-gestreifte Zelt betritt, wird von einem Sternenhimmel empfangen. Hunderte Glühbirnen leuchten über der Manege, in der die Requisiten schon auf ihren Einsatz warten: Am Hutständer hängen eine riesige Latzhose und ein roter Hut, davor stehen Schuhe in Übergröße. Auf dem Schminktisch liegt Farbe bereit. Gleich wird Leon Würschl in die Rolle des Clowns schlüpfen – und die Zuseher sind live dabei.
Leon Würschl ist Teil des vierköpfigen Ensembles von Circus Dimitri. Seit 2020 ist der Wanderzirkus in ganz Österreich unterwegs. Nun macht er das erste Mal in der Südweststeiermark Halt: Vom 17. bis zum 20. September verwandelt sich der Parkplatz des Grottenhofs Leibnitz zum Schauplatz für Akrobatik, Jonglage und Clownerie, vom 25. September bis 4. Oktober folgen mehrere Gastspiele in Deutschlandsberg. „Wir merken jetzt schon, die Leute der Region sind Zirkusfreunde – sie sind sehr neugierig, was hier passieren wird“, berichtet Zirkusdirektor Dimitri Würschl.

Dimitri Würschl ist der Chef der Manege, Bruder Leon Würschl tritt als Clown und Jongleur auf. Seit fünf Jahren begeistert auch Tessa Zavatta die Besucher des Zirkuszeltes. Die Französin stammt aus einer Zirkusfamilie und ist bekannt für scheinbar unmögliche Verrenkungskünste. Sie ist Kautschukakrobatin – ihre Knochen wirken biegbar wie Gummi. „Ich habe das schon als Kind mit meinem Vater geübt“, erzählt sie. In der 90-minütigen Showeinlage bietet sie Zirkusbegeisterten auch Luftakrobatik an Seilen in fünf Metern Höhe und Hula-Hoop.
Das Leben auf vier Rädern
„Monsieur Manou“ Griveau komplettiert das Quartett. Seit 1987 ist er im Zirkusgeschäft – und war Schüler der berühmten Académie Fratellini in Paris. Als Trapezkünstler führte ihn sein Weg durch die ganze Welt, etwa in die Karibik, nach Kuba oder Puerto Rico. Im Circus Dimitri lässt er für das Publikum seine Marionette tanzen. „Einen handgeschnitzten Pinocchio aus Prag“, erzählt der Franzose.

Für Dimitri Würschl ist der eigene Zirkus ein Kindheitstraum, der längst zum Lebensmodell geworden ist. „Wir sind eine Familie – nicht nur ich und mein Bruder, sondern wir alle“, so der Zirkusdirektor. Seit März reist die zusammengewürfelte Artistenfamilie ohne längere Pause – und ist mit ihren Wohnwägen vielerorts zu Hause, wie Dimitri erzählt. „Ein Zirkusmensch ist wie sein Waggon – immer am Rollen.“
In der Südweststeiermark fühle sich das Quartett jedenfalls wohl. „Man macht die Tür zum Wohnwagen auf – und man ist gleich im Grünen – es ist einfach herrlich“, sagt Dimitri. Obwohl es das erste Gastspiel in der Südweststeiermark ist, gibt es dennoch eine Verbundenheit zur Region: Familienhund Henry, ein Mini-Yorkshire-Terrier, stammt ursprünglich aus Sankt Veit in der Südsteiermark. „Der ist ein waschechter Steirer“, schmunzelt Manou.
Video: Manou und Tessa bei Hula-Hoop-Akrobatik
Insgesamt kann der Zirkuszauber in der Region zehn Mal erlebt werden – und soll nicht nur Kinder begeistern: „Ein Clown ist nicht nur für die Kleinsten“, so der Zirkusdirektor. „Er ist auch ein Spiegel der Gesellschaft – die Leute erkennen sich darin wieder.“
Circus Dimitri - Termine in der Südweststeiermark
Besucherzentrum Grottenhof Leibnitz
17. bis 20. September 2026
Donnerstag, Freitag, Samstag – Vorstellungsbeginn: 16:00 Uhr
Sonntag – Vorstellungsbeginn: 11:00 Uhr
Deutschlandsberg, Siemensstraße
25. September bis 4. Oktober 2026
Freitag und Samstag – Vorstellungsbeginn: 16:00 Uhr
Sonntag – Vorstellungsbeginn: 11:00 Uhr
Alle Informationen gibt er hier.
