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Sturms weinendes Auge: „Da kann man schon einmal ein Tor machen“

In die Zufriedenheit über den Punktgewinn gegen Stade Rennes mischte sich auch das Wissen, dass mehr möglich gewesen wäre.

Das Tor von Paul Koller wurde zurückgepfiffen
© APA
Das Tor von Paul Koller wurde zurückgepfiffen

Wenn sie denn kommen, müsse man gerade gegen einen solchen Gegner die Momente vor dem gegnerischen Tor nützen, erklärte Fabio Ingolitsch bereits im Vorfeld von Sturms Europa-League-Kräftemessens mit Stade Rennes. Besagte Momente kamen. In der Schlussphase sogar in einer Vielzahl, die mehr als ein 0:0-Remis gerechtfertigt hätte.

Entsprechend mischte sich durchaus ein weinendes Auge in die Zufriedenheit des Trainers der Grazer. „Wenn uns vor dem Spiel jemand gesagt hätte, wir würden heute mit einem Punkt starten, wären wir sehr zufrieden gewesen“, meinte Ingolitsch. Aber wenn er Revue passieren lässt, wie sich seine Mannschaft in dieses Spiel hineingearbeitet und in der Schlussphase das Momentum auf ihre Seite gezogen hat inklusive einiger guter Möglichkeiten: „Dann ist es trotzdem ein bisschen schade, dass man nicht einen Heimsieg über die Linie bringt. Mit ein bisschen mehr Spielglück wäre es fast so weit gewesen. Deswegen tut es irgendwie weh, dass wir nicht diesen Lucky Punch hatten.“

Natürlich wollen wir Punkte hamstern, und da ist ein Punkt gegen einen starken Gegner aus der Ligue 1 sehr wichtig.

— Fabio Ingolitsch

Zugleich sei er sehr stolz auf seine Mannschaft, wie der Salzburger betont: „Natürlich wollen wir Punkte hamstern, und da ist ein Punkt gegen einen starken Gegner aus der Ligue 1 sehr wichtig.“

Speziell zwei Wechsel haben dem schwarz-weißen Spiel nach vorne geholfen. Einerseits die Hereinnahme von Stürmer Oumar Diakité. „Das war ein großer Faktor. Als er ins Spiel gekommen ist, haben wir es geschafft, vorne Bälle festzumachen. Dann verlagert sich das Spielgeschehen automatisch mehr in die gegnerische Hälfte.“ Andererseits schickte Ingolitsch mit Simon Seidl einen weiteren Joker als linken Schienenspieler ins Rennen: „Das war eine mutige Einwechslung, da er eigentlich ein Zehner-Typ ist. Wir haben nicht versucht, dicht zu machen, sondern zu Hause auf Sieg zu spielen.“

An Möglichkeiten, zum Beispiel durch Jacob Hödl, mangelte es nicht. „Da kann man schon einmal ein Tor machen“, bedauerte Ingolitsch, „wir haben auch viele Standards generiert, sodass das Momentum dann wirklich endgültig auf unsere Seite gekippt ist. In der Phase hat es sich angefühlt, wie wenn etwas in der Luft liegen würde.“ Um aus einem guten einen perfekten Auftakt zu machen, fehlte jedoch die notwendige Effizienz in zumindest einer Szene.