Erstes Politikum rund um die St. Veiter Wiesn bahnt sich an
FPÖ wirft Marktreferentin vor, dass die Teilnehmeranzahl beim Wiesn-Umzug minimiert worden sei. Diese kontert: Anzahl sei schon seit Jahren begrenzt.

In zehn Tagen beginnt in St. Veit wieder die fünfte Jahreszeit. Der 663. St. Veiter Wiesenmarkt wird mit einem großen Festumzug eröffnet. Doch was wäre der Wiesenmarkt, wenn es nicht im Vorfeld politische Reibereien geben würde? Der Stadtparteiobmann der FPÖ St. Veit, Robert Eichwalder, meldet sich per Aussendung zu Wort: „Wie jetzt bekannt wurde, sind einige Vereine und Feuerwehren von der Stadtgemeinde St. Veit angeschrieben worden, dass sie ihre Teilnehmerzahl beim Festumzug reduzieren müssen. Die SPÖ-Marktreferentin und Vizebürgermeisterin Silvia Radaelli fordert somit von den Gruppen, dass sie intern auswählen müssen, wer am Umzug teilnehmen darf und wer nicht. Bei größeren Gruppen wie zum Beispiel der Feuerwehrjugend, führt es dazu, dass Kinder, die gerne dabei wären, zu Hause bleiben müssen. Als Stadtparteiobmann der Freiheitlichen in St. Veit finde ich diese Vorgehensweise absolut unerträglich“, ist zu lesen.

Jedoch kontert die Marktreferentin: „Das ist nicht neu. Die Gruppen sind schon seit Jahren begrenzt. Das steht so auch auf dem Anmeldeformular für den Umzug. Wir haben bei einer Feuerwehr 20 Personen und bei einer Landjugend 30 Personen, die mitgehen dürfen. So schön der Umzug auch ist, aber wenn alle Menschen eines Vereins mitgehen dürften, würde er vier Stunden dauern. Man kann den Zuschauern nicht zumuten, dass sie so lange am Rand stehen und applaudieren und fast niemand würde mehr bei der Eröffnung am Hauptplatz mit dabei sein wollen“, meint Radaelli auf Anfrage. Musikkapellen können laut Angaben der Referentin in ihrer gewohnten Größe mitgehen.
Eichwalder fordert auch, anders vorzugehen: „Ich fordere die Marktreferentin auf, diese Anweisung sofort zurückzunehmen, um den Vereinen und Gruppen wieder das Gefühl zu geben, dass sie bei unserem St. Veiter Wiesenmarktumzug herzlich willkommen sind.“

Radaelli fügt an: „Wie gesagt, wir haben seit Jahren diese Regelung. Damit der Umzug nicht zu lange dauert.“ Zwischen 1700 und 2000 Personen werden in diesem Jahr wieder beim Festumzug am 26. September dabei sein. Beginnen wird er um 10 Uhr beim Bahnhof in St. Veit. Eine „kleine Besonderheit“: Auch eine Abordnung der Partnerstadt Haltern am See aus Deutschland wird erstmals dabei sein.
Rückblick 2025