Blau-Weiße Erleichterung! „Hatte Angst, meine Karriere muss so enden“
Der VSV konnte sein Aus abwenden und seinen Saisonstart sichern. Die Führungsriege in der Kabine zeigt sich erleichtert, ist heiß auf den Start.
„Heute ist ein wunderschöner Tag“, strahlte John Hughes und stieß einen Jubelschrei aus. Der Co-Kapitän des VSV kam aus dem Grinsen, einem seiner markantesten Markenzeichen, am Tag der Rettung des Saisonstarts, nicht mehr heraus. Hughes hält aktuell bei 999 Ligaspielen in der EBEL/ICE, nun ist sicher: Der Stürmer wird seinen „1000er“ im Rahmen des Saisonstarts am Freitag in Vorarlberg feiern können. „Die Angst war schon real“, gab Hughes zu, „dass ich den 1000er nicht mehr erreiche, meine Karriere hier so ein Ende findet.“
Jetzt darf kurz gefeiert werden, dann steht der volle Fokus an. Ab Mittwoch wird wieder trainiert. „Ich freue mich so. Für die Stadt, die Fans, alle Spieler und den Staff. Wir werden sicher mit einem breiten Lächeln in die Kabine kommen.“ Für den aus Kanada stammenden Österreicher ist ein Vergleich zutreffend: „Der VSV ist wie die Montreal Canadiens, es gibt ihn gefühlt immer. Ich und alle in der Liga kennen keine Meisterschaft ohne VSV. Und die will auch keiner.“
Alexander Rauchenwald: „Ein Privileg“
Kapitän Alexander Rauchenwald stieß ins gleiche Horn: „Das ist pure Erleichterung. Man nimmt jede Saison als selbstverständlich. Wenn einem das plötzlich genommen wird, merkt man erst, was wir für ein Privileg haben.“ Auch Rauchenwald war bzw. ist von ausgebliebenen Gehaltszahlungen betroffen, betont, dass seit Oktober des Vorjahres immer wieder Wirbel herrschte. „Eigentlich war heuer von Beginn an ausgemacht, dass wir uns auf den Sport konzentrieren können. Es war nicht immer leicht, mit dem Kopf beim Sport zu sein. Jetzt wollen wir angreifen.“
Die Mannschaft ist willig, „denn wir haben immer zusammengehalten. Ich freue mich auf das Training mit den Jungs. Wir hatten Angst, dass wir uns jetzt schon trennen müssen.“