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Warum es für Sturm gegen Rennes nur schwarz oder weiß gibt

Zum Auftakt in die Europa League wartet die französische Fabrik für Superstars, gegen die laut Trainer Fabio Ingolitsch keine Grauzone zugelassen ist. Fragezeichen gibt es im Angriff.

Gelingt gege Rennes eine magische europäische Nacht?
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Gelingt gege Rennes eine magische europäische Nacht?

Erst rund 12.000 Tickets waren bis Dienstag für Sturms Heim-Premiere in der Europa League gegen Stade Rennes (Mittwoch 21 Uhr, Canal+ live) verkauft. Wenn eine europäische Nacht des eigenen Teams nicht ausreichend Motivation sein sollte, den Weg nach Liebenau anzutreten, spricht Trainer Fabio Ingolitsch für alle Kurzentschlossenen eine „starke Empfehlung“ aus: „Es lohnt sich, den Gegner zu sehen. Vielleicht ist nicht der Superstar von heute dabei. Aber es waren schon viele Superstars von morgen drinnen.“

Der Kontrahent aus der Bretagne definiert sich traditionell als Talenteschmiede und ebnete unter anderem Weltfußballer Ousmane Dembélé, Désiré Doué (beide PSG) oder Eduardo Camavinga (Real) den Weg in den Profifußball. Jahr für Jahr erwirtschaften die Franzosen Transfereinnahmen von rund 100 Millionen Euro oder teilweise deutlich mehr. Trotzdem ist die Mannschaft in der Ligue 1 kompetitiv und gehört dem aktuellen Spitzentrio an.

Sie sind vielleicht ein bisschen underrated im europäischen Fußball, aber wenn man sich näher damit auseinandersetzt, sieht man einfach die Qualität.

— Fabio Ingolitsch

Stade Rennes sei „vielleicht ein bisschen underrated im europäischen Fußball“, findet Ingolitsch, „aber wenn man sich näher damit auseinandersetzt, sieht man einfach die Qualität.“ Zwei Namen, die herausstechen: Stürmer Estéban Lepaul ist amtierender Torschützenkönig der Ligue 1. Jordaniens Starspieler Mousa Tamari wiederum deutete bei der WM im Kräftemessen mit Österreich sein Können an. Die Rollen seien laut Sturm-Coach jedenfalls klar verteilt. Eine Diskussion über die Favoritenrolle erübrigt sich.

Fabio Ingolitsch ist fest entschlossen, Stade Rennes zu ärgern
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Fabio Ingolitsch ist fest entschlossen, Stade Rennes zu ärgern

So klar die Ausgangslage am Papier auch ist, so motiviert ist Ingolitsch, den Vertreter aus einer Topliga zu ärgern. „Ich glaube schon, dass wir auch denen ein Bein stellen können“, sagt der 34-Jährige. Rennes würde über zahlreiche Individualisten verfügen, die sehr gerne den Ball hätten und auch mutig im Ballbesitz seien. „Da braucht es immer maximalen Balldruck. Wenn du einmal einen Spieler freilässt, werden sie ihn finden“, warnt Ingolitsch. Deswegen gebe es nur die Wahl zwischen „volles Rohr drauf“ und tiefem Block, wenn dies einmal nicht möglich sei: „In diesem Fall ist es schwarz oder weiß und keine Grauzone.“

Personalnot im Angriff

Was die Arbeit gegen den Ball betrifft, ist der verletzungsbedingte Ausfall von Stürmer Seedy Jatta (Schulter) umso bitterer. Da auch Nelson Weiper weiterhin und Leon Grgic noch nicht zur Verfügung stehen, wird im Angriff zumindest in der Europa League die Personaldecke dünn. Denn Axel Kayombo und Szymon Wlodarczyk wurden nicht für die Europa League gemeldet und auch nicht nachnominiert – dies ist genau ein einziges Mal möglich, diesen Joker behält Sturm vorerst im Talon.

Davon ausgehend, dass Oumar Diakité noch nicht über 90 Minuten einsatzbereit ist, steigen die Aktien von Belmin Beganovic auf Einsatzzeit. Auch für den einen oder anderen Mittelfeld-Akteur ist der Angriff kein Neuland, beim Sieg gegen den LASK übernahm etwa Gizo Mamageishvili diese Rolle. „Manchmal muss man die Konstellationen ein Stück weit anpassen“, deutet Ingolitsch an, diesmal flexibel sein zu müssen.

Wer auch immer den Zuschlag erhält, ist aufgerufen, Stade Rennes so zu fordern, dass es gelingt, das Stadion mitzunehmen – unabhängig davon, wie sehr die Arena am Ende gefüllt sein wird. Auch wenn eine Topmannschaft aus einer Spitzenliga kaum Schwachpunkte hätte, gebe es laut Trainer Momente, in denen man sie erwischen kann: „Und diese kleinen Momente muss man ausnutzen, auch wenn wir nicht 15 Torschüsse abgeben werden.“