Neues gab es vom ÖFB nicht zu erfahren
Der ÖFB nahm in Person von Ralf Rangnick und Josef Pröll Stellung und sagte – eigentlich – nichts Neues.
Rein von der Leistung her sei die WM nicht so gut wie erwartet gewesen und manche Spieler vor allem physischen nicht in bester Verfassung. Sagen wir so: Wirklich überraschende Erkenntnisse bot die WM-Analyse von Teamchef Ralf Rangnick nicht gerade. Was er nun Mitte September monierte, deckte sind weitestgehend mit der medialen Kritik umgehend nach dem Ausscheiden Anfang Juli.
Der seines Amtes enthobene Sportdirektor Peter Schöttel wiederum ist einst ohne Konzept, ohne Vision und ohne zeitgemäßen Bestellungsprozess ins Amt gehievt worden. Nichts anderes hat ÖFB-Boss Josef Pröll ein wenig verklausuliert gesagt. Nun wünscht man sich in dieser Position einen Manager, der die Dinge „proaktiver“ angeht. Es ehrt Pröll, dass überhaupt handelt. Die Kritik jedenfalls war nicht neu, sondern ist über Jahre bestens dokumentiert.
Der ÖFB hat einen Tag hinter sich, an dem er im Prinzip diverse Kritikpunkte bestätigen musste. Vorschlag: Vielleicht macht es so gesehen in Zukunft Sinn, Kritik nicht als Majestätsbeleidigung zu empfinden, wie dies mitunter vorkommen soll.