Nach Kritik: Neuer Betreiber für Stadionbad-Gastro gesucht
Wolfsberger Stadtwerke starten Pächtersuche für die Saison 2027. Der Schwerpunkt liegt auf dem Badebetrieb, eine ganzjährige Nutzung ist möglich.

Zu wenig Auswahl, kleiner gewordene Portionen und zu hohe Preise: Das kritisieren die Badegäste beim „Sägewerk Fun“, also dem Gastronomiebetrieb im Wolfsberger Stadionbad. Nach der Kritik auf Facebook und einem Essenstest der Kleinen Zeitung bot Pächter René Forstner (SPZG GmbH) den vorzeitigen Ausstieg aus dem Pachtvertrag, die ablösefreie Übergabe der Stadionbad-Gastro und den Verzicht der vertraglich bestehenden Konkurrenzklausel an. Konkurrenzklausel deshalb, weil Forstner auch die Gastro beim angrenzenden Kino gepachtet hat (und weiter betreiben wird) und damals mit der Errichtung des Kinos vertraglich fixiert wurde, dass kein Fremdpächter das „Sägewerk Fun“ übernehmen darf.

Nach der medialen Berichterstattung im Sommer haben sich bereits interessierte Nachpächter bei den Wolfsberger Stadtwerken gemeldet, am 16. September wird die Pächtersuche offiziell ausgeschrieben. „Die SPZG GmbH hat die angekündigte Möglichkeit zu einer vorzeitigen Beendigung des bestehenden Vertragsverhältnisses eingeräumt. Damit ist der Weg frei, den Gastronomiestandort für die Saison 2027 neu zu vergeben.
Gesucht werden Gastronomiebetriebe, erfahrene Betreiberpersönlichkeiten oder unternehmerische Teams, die den Standort eigenverantwortlich, verlässlich und gästeorientiert führen möchten. Im Mittelpunkt steht dabei die gastronomische Versorgung während der Badesaison. Gleichzeitig besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit, ein Konzept für einen ganzjährigen Betrieb zu entwickeln“, erklärt Dieter Rabensteiner, Abteilungsleiter Freizeit bei den Wolfsberger Stadtwerken. Für eine ganzjährige Nutzung wäre der straßenseitige Zugang nutzbar.

Für die Stadtwerke sei die Gastronomie ein wichtiger Bestandteil des Stadionbad-Angebots: „Sie trägt wesentlich zur Aufenthaltsqualität für Badegäste, Familien und Besuchergruppen bei. Ein zeitgemäßes gastronomisches Konzept soll die Attraktivität des Stadionbades weiter stärken. Die interne Konzeption sieht insbesondere einen familienfreundlichen Betrieb mit guter Produktqualität, kurzen Wartezeiten und einem passenden Preis-Leistungs-Verhältnis vor.“
Übernahme ab 1. Februar
Die Bewerbungsfrist endet am 30. September. Eine vollständige Detailplanung ist anfangs noch nicht nötig. Nach einer Vorqualifizierung erhalten geeignete Interessenten nähere Infos zum Standort, zu den Rahmenbedingungen und zum weiteren Auswahlprozess. Die Entscheidung über die Nachfolge soll bis 31. Dezember getroffen werden. Eine Übernahme des Gastronomiebetriebes ist ab 1. Februar 2027 möglich. „Mit der Neuausschreibung schaffen wir frühzeitig Planungssicherheit für die kommende Saison und wollen gleichzeitig neue Ideen für einen wichtigen Bereich des Stadionbades ermöglichen“, heißt es weiter.
Bewerbungen können an dieter.rabensteiner@wolfsberg.at geschickt werden. Sollte kein geeigneter Betreiber gefunden werden, würde der Vertrag mit der SPZG GmbH weiterlaufen.