Baustart für zwei Straßenbauprojekte in Villach Land
Am 14. September beginnen die Sanierungsarbeiten am Ribnighügel. In Wernberg wird an einer vielbefahrenen Kreuzung eine Ampelanlage errichtet.

Zwei Straßenbauprojekte, über die in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder diskutiert wurde, gehen nun in die Umsetzung. Betroffen sind die L52 Rosegger Straße im Bereich Ribnighügel sowie die Kreuzung der B83 Kärntner Straße mit der Industrie- und Kaltschacher Straße in Wernberg.
Zuerst die Straße, dann der Radweg
Auf der L52 zwischen Egg und St. Niklas wird ein rund 1,2 Kilometer langer Abschnitt umfassend saniert. Die alte Asphaltschicht wird abgefräst und durch einen neuen Belag ersetzt. Das Land investiert dafür 580.000 Euro, weitere 20.000 Euro steuert die Stadt Villach für die Instandsetzung des Gehwegs bei. Die Arbeiten sollen bis Mitte November dauern, der Verkehr bleibt grundsätzlich aufrecht.
Diskutiert wurde dieser Abschnitt vor allem wegen der Situation für Radfahrerinnen und Radfahrer. Sie müssen sich die steile Straße mit dem Autoverkehr teilen. Ein eigener Radweg wird seit Jahren gefordert. Dieser soll im Anschluss an die Straßensanierung von der Stadt Villach umgesetzt und bis zum Frühjahr 2027 fertiggestellt werden.
Ampel statt Kreisverkehr
Auch in Wernberg startet ein Projekt, das bereits für politische Diskussionen gesorgt hatte. Die Kreuzung der B83 mit der Industriestraße und der Kaltschacher Straße wird umgebaut und künftig mit einer Ampelanlage geregelt. Von der FPÖ war zuvor ein Kreisverkehr gefordert worden. Dieser wurde laut Bürgermeisterin Doris Liposchek (SPÖ) geprüft, ließ sich aber aus Platzgründen nicht umsetzen.

Zusätzlich zur Ampel wird die B83 auf rund 150 Metern saniert, die Industriestraße im unmittelbaren Kreuzungsbereich auf etwa 80 Metern erneuert. Insgesamt kostet das Projekt 700.000 Euro, finanziert von Land Kärnten, Gemeinde und Asfinag. Wegen einer Klausel, die die Rückzahlung des Anteils der Asfinag im Falle, dass bis 31. Dezember 2030 noch kein Autobahnvollanschluss in Wernberg errichtet wurde, vorsieht, gab es Kritik von FPÖ Gemeindevorstand Markus di Bernardo. Liposchek stellte klar, dass die Asfinag ursprünglich gar nicht Teil der Finanzierung war. Als die Planungen 2017 begonnen hätten, sei eine Aufteilung zwischen Land und Gemeinde zu je 50 Prozent vorgesehen gewesen.