Moskau schließt baldige Gespräche mit USA und Kiew nicht aus
Russland schließt neue trilaterale Gespräche mit der Ukraine und den USA zum Ukraine-Konflikt im Oktober nicht aus. "Wir schließen eine solche Möglichkeit nicht aus", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Sonntag nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen. Er fügte hinzu: "Wir können den Oktober nicht ausschließen." Es gehe um die "absehbare Zukunft".

Schon Anfang der Woche hatte sich Russland offen gezeigt für eine Wiederaufnahme gemeinsamer Gespräche mit der Ukraine und den USA. Es sei aber noch zu früh, über einen möglichen Ort oder genaue Termine zu sprechen, hatte Peskow am Montag gesagt. Die beiden US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff waren zuvor nach Russland und in die Ukraine gereist, um beiden Seiten neue Vorschläge für eine Beendigung des Konflikts vorzulegen.
Die USA versuchen seit Trumps Wiedereinzug ins Weiße Haus, ein Ende des seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Ukraine-Konflikts zu erreichen. Bisherige Gesprächsrunden brachten jedoch keinen Durchbruch.
Ein Treffen von Russlands Staatschef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim G20-Gipfel im Dezember in den USA schloss Peskow am Samstag aus. Eine solche Begegnung könne nur in der russischen Hauptstadt stattfinden, sagte er.
Selenskyj hatte sich in einem Interview mit der Deutschen Welle zu einem Treffen mit Putin in Miami bereit erklärt. Russland führt seit Februar 2022 eine großangelegte Offensive in der Ukraine. Die ukrainische Armee reagiert mit Angriffen auf Ziele in Russland.
Chinas Staatschef Xi Jinping und der indische Ministerpräsident Narendra Modi bieten unterdessen russischen Angaben zufolge ihre Vermittlung für Friedensgespräche zur Ukraine an. Der russische Präsident Wladimir Putin begrüße diese Bereitschaft, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur TASS am Sonntag Kremlsprecher Peskow. Die drei Politiker nehmen am Wochenende am BRICS-Gipfel in Neu-Delhi teil.