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Grazer gewannen den Handball-Thriller in Bärnbach

30:29-Sieg der HSG Graz bei der HSG Lipizzanerheimat. BT Füchse sind am Samstag auswärts gefordert – doppelt.

Lukas Schweighofer steuerte acht Treffer zum Sieg bei
© GEPA pictures
Lukas Schweighofer steuerte acht Treffer zum Sieg bei

Ein Derby zwischen der HSG Lipizzanerheimat und Graz schürt immer Emotionen, doch dieses Duell ließ die Gefühle in der Bärnbacher Halle regelrecht überkochen. Die zwei Rivalen lieferten sich ein Duell, das zur Achterbahnfahrt der Gefühle aller Fans wurde. Denn ständig wechselte das Momentum, und es war bis zur letzten Sekunde unfassbar nervenaufreibend. Am Ende jubelten die Grazer über ein 30:29, das vier Sekunden vor dem Ende einzementiert wurde. „Das war eine unfassbare Schlacht über 60 Minuten, in der sich beide Mannschaften überhaupt nichts geschenkt haben“, sagte Lukas Schweighofer, mit acht Toren bester Werfer der Grazer. „Es war wohl nicht schön anzusehen, aber so ist so ein Kampf eben. Gott sei Dank haben wir wieder einmal ein enges Spiel auf unsere Seite gezogen.“

In der ersten Hälfte hatten beide Teams ihre dominanten Phasen. Mit einem 4:0-Lauf kämpften sich die Grazer wieder heran, und nach einem 13:13 zur Pause gelang Kreisläufer Lukas Schweighofer gar die erste Führung der Gäste an diesem Abend, die ab der 20. Minute ihren Keeper Thomas Eichberger verletzt vom Feld nehmen mussten. Ins Tor ging Daniel Kubath, der den Grazern immer wieder in der Not aushilft. So auch in dieser Woche, als beide Ersatzkeeper ausfielen. Nach einem ständigen Hin und Her trafen die Grazer, durch ein Tor von Ivan Horvat unterbrochen, sechsmal und setzten sich leicht ab (+4). Damit brachen sie den durch die Fans angestachelten Kampfeswillen der Weststeirer aber nicht, und es war Horvat, der fünf Minuten vor dem Ende wieder ausglich – 28:28. Nach einer Auszeit in der letzten Minute nahm sich dann Kilian Schranz ein Herz, zog vier Sekunden vor der Sirene vom rechten Aufbau aus zum Tor und traf.

Füchse doppelt gefordert

Die BT Füchse sind am Samstag doppelt am Zug: Die Herren werden in Vöslau beim Meister und frischgebackenen Supercupsieger gefordert. „Nach ihrer Auftaktniederlage gegen Tirol werden sie gegen uns doppelt motiviert sein“, sagt Geschäftsführer Karl-Heinz Weiland, „aber wir kommen mit dem Selbstvertrauen aus dem Sieg gegen Hard nach Niederösterreich.“ Bei den Frauen wurden Andrea Klarić und Lara Selmeister operiert und fallen ein halbes Jahr aus. „Wir haben gute junge Spielerinnen, die jetzt ihre Chance vermehrt bekommen werden.“ Die können sie am Samstag schon in Tulln nutzen.

Los geht es in der zweiten Liga der Frauen mit gleich drei steirischen Heimspielen. Die HIB Graz (gegen Fivers II, 18 Uhr) und die Spielgemeinschaft Gleisdorf/Weiz (gegen Gänserndorf, 19 Uhr) gehen heute auf die Platte; die UHC Damen erstmals am Sonntag gegen Traun/Linz (17.20 Uhr). Nach der Auftaktniederlage bei Westwien feiern die Leobener Herren heute um 19 Uhr ihre Heimpremiere in der zweiten Liga. „Wir haben uns in Wien selbst geschlagen, weil wir nicht so verteidigt haben, wie wir es können“, sagt Spielmacher Marian Schweiger, „wir müssen in der Defense zupacken und die Angriffe verwerten, dann werden wir gegen Perchtoldsdorf siegen.“