Blau-weiße Krise: bitte keine Denkverbote

Beim VSV ist die Lage mehr als angespannt. Es darf keine Denkverbote geben. Stichwort: Konkurs, Stichwort: Alps Hockey League.
Der Rücktritt von VSV-Geschäftsführer Martin Winkler wird nun vieles ans Tageslicht bringen. Echte Zahlen genauso wie viele Meinungen von Menschen, die es natürlich immer schon gewusst haben.
Was sich aber nicht wegdiskutieren lässt, sind die Bilanzen. Und wer diese Zahlen liest und sieht, wie sehr es inzwischen selbst im täglichen Betrieb hakt, muss erkennen: So kann es nicht weitergehen.
Deshalb darf es keine Denkverbote geben. Auch das Wort Konkurs muss ausgesprochen werden. Vielleicht braucht es einen radikalen Schnitt, eine neue GmbH und einen wirtschaftlichen Neustart. Und selbst jene Variante, die sportlich in Villach niemand hören will, gehört zumindest geprüft: ein Ausstieg aus der ICE und ein Neustart in der Alps Hockey League. Eine Katastrophe für den VSV? Sportlich zweifellos. Schlimmer wäre aber, sehenden Auges weiterzumachen, bis andere die Entscheidung treffen.
Gerne wird in solchen Krisen der Ruf nach der Stadt laut. Villach hat drei Aushängeschilder: den Fasching, Kirchtag und den VSV. Natürlich kann und soll die öffentliche Hand nicht einfach Millionen auf den Tisch legen, um Löcher einer GmbH zu stopfen. Aber die Stadt Villach ist eine Faust, die gehört wird, wenn sie auf den Tisch knallt.