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Tödlicher Unfall in Globasnitz: Gutachten soll Klarheit bringen

Bei einem Unfall wurde ein Fußgänger (20) getötet. Der ausgeforschte Lenker behauptet eine reglos auf der Fahrbahn liegende Person überfahren zu haben.

Die Ermittler der Polizei suchten auch im Maisacker neben der Unfallstelle nach Spuren
© Rosina Katz-Logar
Die Ermittler der Polizei suchten auch im Maisacker neben der Unfallstelle nach Spuren

Ein Monat ist vergangen seit dem schrecklichen Unfall auf der Bleiburger Straße (B81): In der Nacht auf 9. August wurde ein junger Mann (20) nahe der Ortschaft Traundorf in der Gemeinde Globasnitz von einem Auto niedergefahren und tödlich verletzt. Der Lenker hielt, wie sich später herausgestellt hat, rund 100 Meter nach der Unfallstelle an, stieg aus, blickte zurück auf sein Opfer und fuhr dann weiter. Ohne dem 20-Jährigen zu helfen.

Die Polizei begann zu ermitteln und nach dem fahrerflüchtigen Lenker zu suchen – mit Erfolg: Am 24. August konnten Beamte einen Mann aus dem Bezirk Völkermarkt ausforschen. Nach anfänglichem Leugnen gestand der Pensionist und Feuerwehrmann schließlich am tödlichen Unfall beteiligt gewesen zu sein. Allerdings gab er an, einen „reglosen menschlichen Körper, der mitten auf der Fahrbahn lag“, überfahren zu haben. Danach sei er im Schock weitergefahren. Besonders irritierend: Nachdem Zeugen, die das Unfallopfer gefunden hatten, die Einsatzkräfte alarmiert haben, kehrte auch der Pensionist an den Tatort zurück und half diesen abzusichern.

Mercedes Sprinter

Bis heute bestreitet der Feuerwehrmann den Fußgänger niedergefahren und damit getötet zu haben. Ob tatsächlich weitere Fahrzeuge am Unfall beteiligt gewesen sind, klärt Kfz-technischer Sachverständiger. Sein Gutachten sei abzuwarten, um weitere Fahrzeuge auszuschließen, so Markus Kitz, Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt,. Gerüchte, wonach Ermittler bereits zum Ergebnis gekommen sind, dass nur der vom Beschuldigten gelenkte Wagen am Unfall beteiligt war, kommentiert die StA natürlich nicht.

Beim Unfall-Pkw handelt es sich um ein Feuerwehrauto. Der Mannschaftswagen des Typs Mercedes Sprinter gehört einer Freiwilligen Feuerwehr aus dem Bezirk Völkermarkt und wies auf den ersten Blick keine Schäden auf. Erst am Unterboden des Autos haben Ermittler des Landeskriminalamtes Gewebeteile sichergestellt. Dabei handle es sich „mit an Sicherheit angrenzender Wahrscheinlichkeit um menschliches Gewebe", so die Polizei.

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt ermittelt wegen grob fahrlässiger Tötung. Es gilt die Unschuldsvermutung.