FPÖ-Politikerin beleuchtet Faktoren für Erfolg in der Politik
Klagenfurts FPÖ-Stadträtin Sandra Wassermann freut sich über ihren Studienabschluss. In ihrer Abschlussarbeit widmete sich den Faktoren für politischen Erfolg.

Von der Berufsschule zum Mastertitel. So lässt sich Sandra Wassermanns akademische Laufbahn zusammenfassen, letzteres verfolgt sie neben ihrer Arbeit als Stadträtin für die Landeshauptstadt Klagenfurt. An der Carinthia University of Applied Sciences beendete sie nun ihr Masterstudium mit Auszeichnung.
„Ich bin sehr stolz und glücklich“, sagt Wassermann, die sieben Jahre lang berufsbegleitend „Public Management“ im Bereich Wirtschaft und Management auf Bachelor- und Masterniveau an der Kärntner Hochschule studierte. Ähnlich lang dauert es, den Titel ihrer Abschlussarbeit zu verstehen: „Wirksamkeit politischer Führung: Persönlichkeit und institutionelle Karrierepfade als miteinander verflochtene Dimensionen im Wirkungsgefüge politischer Erfolgsfaktoren“ lautet die Überschrift der 131-Seiten-Arbeit, betreut von Kathrin Stainer-Hämmerle. Das Thema ist, mit Blick auf die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen im Februar, aber hoch aktuell.

Polit-Funktionäre befragt
Kurz gesagt untersuchte Wassermann die Faktoren für politischen Erfolg. 139 angehende, aktive und ehemalige Funktionäre aus Österreich und Südtirol nahmen an ihrer Umfrage teil und halfen Wassermann dabei, diese Faktoren zu erkennen. Ihre Erkenntnisse: Präsenz, Netzwerk, kommunikative Stärken, Empathie und strategisches Denken führen zum Erfolg. „Die größte Bedeutung haben die zivilgesellschaftlichen Netzwerke, also jene in den Vereinen oder Feuerwehren“, sagt Wassermann. Sucht eine Partei neue, geeignete Gesichter, könnte sie dort, speziell in den Führungsebenen, fündig werden.
Auch ohne gute Ausbildung ist eine Karriere möglich.
— Sandra Wassermann, Stadträtin
Mit „Freunderlwirtschaft“ habe politischer Erfolg nichts zu tun, meint Wassermann. „Aber ohne das Miteinander geht es auch nicht“, gibt sie zu. Akademische Ausbildungen und Kompetenzen seien zweitrangig. „Auch ohne gute Ausbildung ist eine Karriere möglich“, sagt Wassermann. Das beste Beispiel sitzt mit Christian Scheider (FSP) im Bürgermeisterbüro des Klagenfurter Rathauses. Dieser könne zwar kein Studium, dafür Netzwerke und Präsenz vorweisen.
Wassermanns Erkenntnisse können für den Wahlkampf 2027 wichtig werden, ist sie überzeugt. Vom Erfolg ihrer FPÖ hängt vermutlich auch ab, wie viel Freizeit Wassermann ab Frühling bleibt. Sie liebäugelt nämlich mit dem Doktorratsstudium in Graz. „Ich hätte schon ein paar Ideen. Zuerst liegt mein Fokus aber ganz auf der Arbeit für die Stadt“, sagt Wassermann. Und auch auf ihrer Familie. „Ein großer Dank geht an meinen Ehemann, der in der Zeit viel mitmachen musste.“