Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Erfahrenes Gastropaar übernimmt beliebte Hütte auf der Gerlitzen

René Koch und Nicole Bundi betreiben die Draurast in Villach und übernehmen ab 1. November zusätzlich die Pöllingerhütte auf der Gerlitzen.

Eine Frau und ein Mann in Tracht stehen auf einer Terrasse mit weitläufigem Blick ins Tal
© KK/René Koch
Nicole Bundi und René Koch werden am 26. September beim Abschiedsfrühschoppen als die neuen Pächter der Pöllingerhütte vorgestellt
Klaus Steiner
Regionalbüro Villach

Auf der Pöllinger Hütte, der beliebten Einkehr auf der Gerlitzen, beginnt mit der kommenden Wintersaison ein neues Kapitel. Mit der Wintersaison übernehmen René Koch und Nicole Bundi, Betreiber der Draurast in Villach, zusätzlich die Hütte. Geöffnet wird mit dem Start des Liftbetriebs. „Es sind große Fußstapfen, in die wir da treten“, sagt Koch mit Blick auf Karl und Erika Peternell, die sich nach 17 Jahren als Pächter von der Pöllingerhütte am 26. September mit einem Frühschoppen verabschieden.

Am bewährten Angebot soll sich grundsätzlich wenig ändern. Neu geplant sind einzelne Themenabende, an denen die Hütte länger geöffnet bleibt. Gegen Vorreservierung soll dann à la carte gekocht werden. Koch sieht dafür durchaus Bedarf. Rund um die Hütte gebe es zahlreiche Appartements mit Urlaubsgästen, die auch am Abend noch gemütlich essen gehen und den Ausblick genießen wollen.

1 / 2
Mit 1. November übernehmen Rene Koch und Nicole Bundi die Gastronomie in der Pöllingerhütte und wollen das gewohnte Konzept nur minimal adaptieren
Mit 1. November übernehmen Rene Koch und Nicole Bundi die Gastronomie in der Pöllingerhütte und wollen das gewohnte Konzept nur minimal adaptieren © KK/Region Villach Tourismus GmbH

Gastroerfahrung seit über 30 Jahren

Gastronomische Erfahrung bringt Koch seit 1997 mit, sammelte wichtige Erfahrungen in Obertauern. Seit 2002 betreibt er die Draurast, die er von seinem Vater übernommen hat. Dieser hatte den Betrieb bereits seit 1988 geführt. Auch mit den Unwägbarkeiten, die wetterabhängige Gastronomie mit sich bringt, ist Koch vertraut vom leichten Regenschauer bis zur Überflutung.

In der Hochsaison sollen auf der Pöllinger Hütte bis zu 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sein. „Wir sind bereits gut aufgestellt, bei gutem Personal haben wir aber immer ein offenes Ohr“, sagt Koch. Sein Credo aus der Draurast will er auch auf den Berg mitnehmen. Dazu gehören für ihn ein freundliches Wort, ein gut eingeschenktes Getränk und das Gefühl für die Gäste, dass jemand mit Herzblut bei der Sache ist.

Die Pöllinger Hütte hat einen starken Namen, viele Stammgäste und eine gewachsene Geschichte. Unser Ziel ist nicht, alles neu zu machen. Wir wollen das Gute erhalten und gleichzeitig dort neue Akzente setzen, wo es für die Gäste und den Betrieb Sinn macht.

— René Koch

Neue Biersorte und neue Außen-Bar

Baulich soll sich zunächst wenig verändern. Für den kommenden Winter ist eine kleine Außen-Bar geplant. Über größere Umbauten wollen sich die neuen Pächter erst im kommenden Jahr Gedanken machen. Eine Änderung gibt es allerdings beim Bier. Villacher Bier wird künftig nicht mehr ausgeschenkt. Welche Marke stattdessen auf den Tisch kommt, will Koch derzeit noch nicht verraten. Kulinarisch soll die Pöllinger Hütte weiterhin klar als klassische Berghütte erkennbar bleiben.

Fortgeführt werden soll hingegen die Eigenproduktion von Produkten, etwa Speck und Würstel, die bereits unter den bisherigen Pächtern eine große Rolle gespielt hat. „Wir haben einige konkrete Ideen, aber wir wollen nicht alles vorwegnehmen. Ein paar Dinge sollen die Gäste im kommenden Winter selbst entdecken“, so Koch.