Dürre drückt Ernte: Extrem kleine Beeren, 28 Prozent weniger Wein
Erwartete Weinernte in Österreich ist heuer so gering wie zuletzt im Jahr 2010. Wegen der Hitze hat die Ernte „außergewöhnlich früh begonnen“.

Die erwartete Weinernte fällt heuer wegen der Rekordtrockenheit so gering aus wie zuletzt vor 16 Jahren. Die Winzer rechnen mit 1,7 Millionen Hektoliter, das sind um 28 Prozent weniger Wein als im Schnitt der Jahre 2021 bis 2025. „Die extreme Trockenheit hat deutliche Spuren hinterlassen. Die Beeren sind vielfach sehr klein“, sagte Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager am Donnerstag. Im Vorjahr gab es mit rund 2,6 Millionen Hektoliter fast eine Rekordernte.
Die Weinernte habe wegen der Hitze „außergewöhnlich früh begonnen“, so der Weinbaupräsident bei der Ernte-Pressekonferenz. Die Weinbauern befinden sich bereits mitten in der Ernte. In Niederösterreich, der Steiermark und Wien hat Anfang September die Hauptlese gestartet.
Bis zu 40 Prozent geringere Weinernte im Weinviertel
Besonders der Osten Österreichs war heuer von extremer Trockenheit und Hitze betroffen. Die Winzer im Weinviertel erwarten einen Wein-Mengenrückgang von bis zu 40 Prozent.

„Kleine Beeren bedeuten weniger Saft, aber eine hohe Konzentration an wertgebenden Inhaltsstoffen“, sagte Schmuckenschlager. Man erwarte „daher besonders aromatische und ausdrucksstarke Weine“.