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„Meilenstein“: Bad Mitterndorf bekommt neues Nordisches Zentrum

Mittwochabend präsentierte der Bad Mitterndorfer Wintersportclub die Pläne für ein neues Vereinshaus. Auch die Nachwuchsschanzen will man sanieren.

Helmut Fuchs (WSC), Architektin Caro Rodlauer, Stefan Spielbüchler (WSC), Herbert Hansmann sowie Kurt Berger (Gemeinde) und Grundstücksbesitzer Klaus Streussnig setzten symbolisch die ersten Bausteine
© WSC / Giselbrecht
Helmut Fuchs (WSC), Architektin Caro Rodlauer, Stefan Spielbüchler (WSC), Herbert Hansmann sowie Kurt Berger (Gemeinde) und Grundstücksbesitzer Klaus Streussnig setzten symbolisch die ersten Bausteine
Lena Haslinger
Redakteurin Regionalredaktion Liezen

Bis auf den letzten Platz war die Aula der Mittelschule in Bad Mitterndorf am Mittwochabend gefüllt, hatten der Wintersportclub (WSC) und die Gemeinde doch große Neuigkeiten zu verkünden: Zusätzlich zur neuen Loipe im Tal soll bei Bad Heilbrunn auch ein Nordisches Zentrum mit Skisprunganlagen und einem Multifunktionsgebäude geschaffen werden. Bürgermeister Herbert Hansmann, WSC-Obmann Helmut Fuchs und Architektin Caro Rodlauer präsentierten die Pläne vor Vereinsmitgliedern und regionalen Unternehmen.

Konkret ist ein einstöckiges Gebäude geplant, das direkt bei den Nachwuchsschanzen und der künftigen Langlaufloipe errichtet werden soll. Auch die in die Jahre gekommene Skisprunganlage will der Wintersportclub sanieren. Gepaart mit der schneesicheren Loipe soll so ein modernes Wintersportzentrum entstehen.

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Die Aula der Mittelschule war gestern gut gefüllt
Die Aula der Mittelschule war gestern gut gefüllt © WSC / Giselbrecht

Baustart bereits diesen Herbst

„Am 22. September findet die Bauverhandlung statt. Wenn alles glatt läuft, können wir den darauffolgenden Montag bereits mit dem Bau starten“, erzählte Fuchs. Noch vor Wintereinbruch soll das Gebäude stehen, bis zur Saison 2027/28 will man fertig sein. Der WSC-Obmann blickt optimistisch in die Zukunft: „Ich habe ein gewaltiges Team hinter mir. Gemeinsam werden wir diesen Meilenstein umsetzen.“

Dafür brauche es aber nicht nur die Unterstützung der Vereinsmitglieder, sondern auch von regionalen Betrieben und der Bevölkerung. Neben dem Architekturbüro „Rosa“, das die Planung kostenlos übernommen hatte, kündigten gestern weitere Handwerksbetriebe ihre Mithilfe an. Privatpersonen und Unternehmen können sich mit Geldbeträgen beteiligen.

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So soll das neu geplante Gebäude aussehen
So soll das neu geplante Gebäude aussehen © ROSA Architektur

Hansmann sieht in dem Projekt einen wichtigen Faktor für die touristische Zukunft der Gemeinde: „Als Tourismusgemeinde müssen wir in den Sport investieren, um bestehen zu können.“ Die Weiterentwicklung des Nordischen Zentrums sei ein Gemeinschaftsprojekt, während die Gemeinde in die Infrastruktur investiere, schaffe der WSC mit dem neuen Gebäude die Basis für die Vereins- und Nachwuchsarbeit.

„Meilenstein“ für den WSC

Für den WSC ist das Projekt ein „Meilenstein in der Vereinsgeschichte“. Mit der modernen Sportanlage will man den nordischen Sport in der Region absichern und zu neuem Glanz verhelfen. Besonders wichtig ist Fuchs dabei der Nachwuchs: „Wir wollen unseren Kindern und Jugendlichen auch in Zukunft die Möglichkeit geben, den Sport für sich zu entdecken. Das neue Zentrum soll ein Ort für gemeinsame Aktivitäten, Erlebnisse und Wettkämpfe sein.“

Vom Gegenwind, den die geplante Loipenbeschneiung im Tal bei Anrainern und Naturschützern ausgelöst hatte, war bei der gestrigen Veranstaltung nichts zu spüren, handelte es sich doch um eine geschlossene Veranstaltung für Vereinsmitglieder und Unternehmen. Wie berichtet, kritisierte das Bürgerforum „Lebenswertes Hinterberg“ das Vorhaben der Gemeinde stark. So äußerten die Mitglieder eine Vielzahl an Bedenken hinsichtlich der Beeinträchtigung von Anrainern, des Naturschutzes und der Wirtschaftlichkeit des Projektes.