Ohne Zuwanderung wird Österreich arm
Die Bevölkerung im Land wird immer älter. Will man den Sozialstaat erhalten, muss man auf qualifizierte Zuwanderung setzen. Das beginnt auch beim Diskurs.
Die Mathematik ist eine dankbare Wissenschaft. Sie liefert manchmal Wahrheiten in emotionalen Diskursen. Beispielsweise zeigt sie: Wenn Österreich seinen Sozialstaat trotz sinkender Geburtenrate erhalten will, braucht die Gesellschaft Zuwanderung.
Das Problem ist: In Österreich will eine immer größer werdende Mehrheit in der Bevölkerung keine Zuwanderung mehr, vielmehr will sie eine homogene Gesellschaft. Zugleich will man aber auch keine Abstriche beim Sozialstaat machen. Hier wird´s kompliziert.
Die Frage nach der Stimmung
Verantwortlich für die Stimmungslage sind viele. Zum einen sind es Zuwanderer, die nach Österreich kommen und für Probleme sorgen, sich nicht integrieren wollen und das gesellschaftliche Zusammenleben mit Wertekonflikten vor eine Herausforderung stellen. Zum anderen sind es politische und mediale Meinungsführer, die sich ausschließlich auf diese Gruppe fokussieren, wenn sie über Migration sprechen.
Zahlen des AMS zeigen: Bis zum Jahr 2050 wird die Altersgruppe über 65 Jahre in Österreich voraussichtlich um fast 40 Prozent ansteigen. Um das zu kompensieren, braucht es qualitative Zuwanderung im Land. Die Einseitigkeit im Diskurs sowie die Vermischung der unterschiedlichsten Formen der Migration bringt uns dabei nicht voran. Sie schaden letztlich der Gesamtbevölkerung in Österreich.