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Kulinarik & Genuss

Lavanttaler Kochtradition: Alte Rezepte zum Ausprobieren

In unserer Serie stellen wir regelmäßig alte, längst vergessene Rezepte vor. Die Reichenfelserin Gudrun Steinkellner hat viele davon unter www.kochenwiefrüher.at zusammengefasst.

vor 2 Stunden12. September 2026 um 16:00
Wolfsberg (Gemeinde)Rezepte
BrauchtumGeschichteTraditionen
Die drei Schwestern
Die ersten Funde von Bohnen stammen aus etwa 6000 v. Chr. Sie wurden in Peru gemacht. In Mittel- und Südamerika war und ist die Gartenbohne neben Kürbis und Mais nach wie vor die wichtigste Nahrungspflanze. Diese drei Pflanzen sind die sogenannten „drei Schwestern“ (Milpas) und werden von alters her gemeinsam angebaut: Der Mais dient den Bohnen als Rankhilfe, die Bohnen liefern dem Mais den nötigen Stickstoff, und die Blätter des Kürbisses bedecken den Boden und verhindern so, dass dieser austrocknet. Ich habe diese Kombination im Garten ausprobiert und war über den überaus reichen Ertrag sehr erstaunt.
Strankerlgulasch
Zutaten. 3/4 kg Strankerl, 2 Zwiebeln, 1/2 kg Erdäpfel, 2 mittelgroße Tomaten, Paprikapulver, Majoran, Lorbeerblatt, Salz, Pfeffer, Öl, Essig, Knoblauch, Tomatenmark, 2 Paar Frankfurter, 1/2 l klare Gemüsesuppe, 3 EL Sauerrahm, 2 TL Mehl, Petersilie.
Zubereitung. Die Zwiebeln klein schneiden und in Öl anrösten. Paprika unterrühren (= paprizieren) und sofort mit einem Schuss Essig und etwas Wasser oder klarer Suppe ablöschen. Beim Paprizieren empfiehlt es sich, zügig zu arbeiten – wenn das Paprikapulver verbrennt, wird das Gericht bitter. (Ich stelle die offene Essigflasche und die Flüssigkeit neben den Herd, noch bevor ich das Paprikapulver einrühre.) Die geputzten Strankerl in zirka 4 cm lange Stücke schneiden, dazugeben und mitkochen. Die Erdäpfel und Tomaten würfeln und ebenfalls dazugeben. Würzen. Etwas Tomatenmark beigeben. Wenn die Strankerl weich sind, werden die Frankfurter in Scheiben geschnitten und dazugegeben. Die Rein vom Herd nehmen. Den Sauerrahm gut mit Mehl verrühren, in das Strankerlgulasch einrühren und nur mehr kurz erhitzen. (Wer keinen Sauerrahm mag, kann stattdessen aus Butter und Mehl eine leichte Einbrenn zubereiten und dazugeben.) Mit gehackter Petersilie garnieren.
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