Bei 70 Prozent „funkt‘s“ beim Lehrlings-Speed-Dating in Hartberg
Auch heuer findet das Lehrlings-Speed-Dating in der Stadtwerke-Hartberg-Halle statt. In 10-minütigen Gesprächen treffen Jugendliche auf zukünftige Arbeitgeber.

„Wir haben uns das vor zwei Jahren genauer angeschaut und haben eine Vermittlungsquote von knapp 70 Prozent festgestellt“, erklärt Toni Ferk, Organisator des heuer bereits zum neunten Mal stattfindenden „Lehrlings-Speed-Dating“ in der Stadtwerke-Hartberg-Halle.
Demzufolge kommen rund drei Viertel der jährlich etwa 150-200 Schülerinnen und Schüler, die sich in 10-minütigen Gesprächen ihren Wunschbetrieben aus der Wirtschaftsregion Hartberg vorstellen, auch hier unter. „Eine tolle Quote“, befand Hartbergs Bürgermeister Marcus Martschitsch bei der Pressekonferenz zur diesjährigen Veranstaltung in der Tischlerei Wilfinger in Schölbing.
Die Lehrlingszahlen gehen ein bisschen zurück.
— Simone Pfeiffer, Leiterin WKO Regionalestelle Hartberg-Fürstenfeld

Hartberg habe 2018 als Pilot dieser damals neuartigen Berufsinformationsveranstaltung gedient. Mittlerweile sei das Konzept „in sieben Bundesländern unterwegs“, so Ferk, der es mit seinem Unternehmen „Sales Teams & More“ konzipierte. In Zusammenarbeit mit der WKO und der Regionalentwicklung Oststeiermark sei ein Format entstanden, von dem alle Seiten profitieren – die Betriebe und die Jugendlichen.
Lehrlingszahlen gehen zurück
Wie wichtig die Veranstaltung ist, hob auch Simone Pfeiffer von der WKO Regionalstelle Hartberg-Fürstenfeld hervor, denn „die Lehrlingszahlen gehen ein bisschen zurück“. Konnte man steiermarkweit im Jahr 2023 noch 15.318 Lehrlinge verzeichnen, waren es 2025 nur noch 14.442. Die häufigsten Lehrberufe fallen dabei auf die Sparte der Metalltechnik. „Mit seinen 402 Lehrbetrieben“ sei Hartberg-Fürstenfeld jedoch ein guter Nährboden für den Nachwuchs in vielen Branchen.
Am 3. November findet nun das nächste Lehrlings-Speed-Dating in Hartberg statt. Bis zum 24. September laufe noch die Anmeldungsphase für die Schulen und Betriebe. Laut Ferk erwarte man in etwa 50 Unternehmen, die mit eigenen Ständen jungen Bewerbern Rede und Antwort stehen. Mit etwas Glück finden diese wiederum „die Fachkräfte von morgen“.