Er übernimmt als Kärntens jüngster Brauereichef bei Wimitzer
Simon Knappinger (32) löst Josef Habich als Wimitzbräu-Geschäftsführer ab. Seit zehn Jahren geht ohne den „Maschinenflüsterer“ in der Brauerei ohnehin nichts.

Wer über die regionalsten Biere des Landes spricht, kommt um die Brauerei Wimitz nicht herum. 2011 wurde in einem ehemaligen Sägewerk das erste Wimitzer gebraut. Bereits fünf Jahre später übernahm Simon Knappinger die Technik, die im Zuge von Investitionen immer moderner wurde.
Nach der Handübergabe führt der 32-Jährige seit 1. September die Brauerei in der namensgebenden Ortschaft von Frauenstein im Nordwesten von St. Veit. Im siebenköpfigen Team will er gemeinsam weiter am Erfolg des „gefährlich ehrlichen“ Bieres brauen.
Für die Crew war er bislang der „Maschinenflüsterer“, der alles am Laufen hielt. Und das mit einem gefühlten Ruhepuls von 100 Schlägen in der Minute und einem Tagespensum von über 25.000 Schritten.

In den vergangenen fünf Jahren hat Knappinger seinen Vorgänger zu allen wichtigen Terminen begleitet. „Wäre das etwas für dich“, fragte ihn zuvor Josef Habich und meinte damit seinen eigenen Posten. Die Antwort war ja.
Und damit kommt zu den Berufen des gelernten Schmieds neben Schlosser, Mechaniker, Systemelektriker und Schanktechniker auch noch Geschäftsführer hinzu. Bei dem Jubiläumsfest in der Brauerei in Wimitz wird Knappinger seinen ersten offiziellen Auftritt nach der Handübergabe feiern.
Wimitzer soll mit Bio weiter wachsen
Mit der jungen Wimitzer-Crew will er noch weiter wachsen: Eine leichtere Sorte mit weniger Alkoholgehalt sei genauso geplant wie mehr Vielfalt bei den Alkoholfreien.
Die Vision, die er fortsetzen will, ist das über Generationen gedachte Fortbestehen der Kleinbrauerei. Als Mitglied des Vereins der Unabhängigen Privatbrauereien wolle man nicht nur die Bierkultur, sondern auch die Landwirtschaft schützen. Die Selbstversorgung mit St. Veiter Bio-Hopfen und der Bio-Gerste gehe man eigene Wege. „Das wollen wir weiter forcieren, damit mehr auf ursprüngliche Biere geachtet wird. Ich denke den Bio-Gedanken sieht man mir auch äußerlich an“, so Knappinger, der es von Zenzweg (Frauenstein) nicht weit in die Arbeit hat.
Privat verbringt der junge Vater gerne Zeit mit seinen beiden Mädchen, auch beim Klettern auf der Boulderwand oder beim Radfahren und Campen, wo der eine oder andere Abstecher zu einer Privatbrauerei zum Urlaub dazugehört.
