Seit über 30 Jahren fertigt Klagenfurter Goldschmied Unikate an
Seit über 30 Jahren fertigt Martin Schaller schmucke Unikate aus Gold, Silber und Platin an. Jetzt übersiedelt sein Atelier an einen prominenten Platz in Klagenfurt.

Mitten in der Klagenfurter Innenstadt, in einer kleinen Seitengasse des Alten Platzes, führt Martin Schaller ein schmuckes Geschäft, in dem nichts von der Stange ist, jedes Stück ist ein Unikat. Und oft beginnt alles mit einer Idee, einer alten Erinnerung oder einem Schmuckstück, das nicht mehr getragen wird, aber zu schade für die Lade ist. Der gelernte Graveur und Goldschmied und seine zwei Mitarbeiterinnen, ebenfalls ausgebildete Goldschmiedinnen, fertigen in Schallers Atelier und Werkstatt daraus einzigartige Ringe, Ohrstecker, Armreifen, Ketten und andere Schmuckstücke an.
In die Schmuckbranche stieg der gebürtige Metnitztaler eigentlich gegen den Willen seines Vaters, eines Baumeisters, ein. Martin Schaller besuchte daraufhin die HTL Ferlach und wurde im Rahmen seiner Ausbildung zum Graveur und Goldschmied ausgebildet. Nach einem kurzen Engagement in der Bundeshauptstadt kehrte der heute 55-Jährige in seine Kärntner Heimat zurück, um sich vor 32 Jahren mit einem Geschäft am Theaterplatz in Klagenfurt selbstständig zu machen. Später übersiedelte die Goldschmiede Schaller in eine Passage in der Kramergasse, vor 17 Jahren dann an die heutige Adresse am Alten Platz 1.
„Damals konnte man nicht einmal eine Vitrine mieten – zum einen waren sie fix vergeben und die Preise unerschwinglich“, erinnert sich Schaller im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. Heute habe man sprichwörtlich in Anbetracht freistehender Geschäftsflächen in der Klagenfurter Innenstadt die Qual der Wahl. Eine Unterschrift unter einem Mietvertrag scheitere, laut Schaller, zumeist an den Preisvorstellungen der Eigentümer. Der Goldschmied, der schon seit Jahren auf der Suche nach einer passenden Lokalität für seine Schmuckwerkstatt ist, hat sich jetzt für die ehemalige Zwick-Geschäftsfläche mit der Adresse Alter Platz 29 entschieden. Dorthin wird die Goldschmiede Schaller im Oktober siedeln und sich damit vergrößern.
Trend zu schmucken Unikaten
Auf 80 Quadratmetern richtet sich Schaller nun eine Art Schauwerkstatt ein – mit mehr Platz für die Werkstatt, mehr Ausstellungsfläche und damit mehr Platz für die Kundinnen und Kunden. Die neue Adresse beschreibt der Goldschmied als durchaus prominent: „Es herrscht hier einfach mehr Frequenz. Durch die Cafés ist hier immer Bewegung.“

Am Geschäftskonzept will Martin Schaller, der nach wie vor an der HTL Ferlach unterrichtet, nichts ändern: „Wir haben natürlich auch Schmuckstücke, die wir selbst nach unseren eigenen Ideen angefertigt haben, im Verkauf.“ Auch diese sind Unikate. Der Trend – alte Schmuckstücke zu recyceln – ist groß, vor allem bei der jungen Generation. „Manche Kunden kommen schon mit konkreten Ideen zu uns, andere haben gar keine Vorstellungen“, erzählt der Goldschmied. Dann wird das Stück mit dem Kunden gemeinsam entworfen. Mittels eigener Technik und Computerprogrammen kann das Schmuckstück schon „anprobiert“ werden. Zum Schluss hat der Kunde dann das Schmuckstück, wie er oder sie es sich vorgestellt hat.