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AfD-Sieg: So reagieren Musk und Europas Rechte

Der Erdrutschsieg der AfD im ostdeutschen Bundesland Sachsen-Anhalt ruft zahlreiche Gratulanten aus dem rechten Spektrum auf den Plan. In Italien fallen die Reaktionen gemischt aus.

Elon Musk agiert seit Längerem als Unterstützer rechtsextremer Positionen
© AFP
Elon Musk agiert seit Längerem als Unterstützer rechtsextremer Positionen

Der seit längerem mit der AfD sympathisierende Tech-Unternehmer Elon Musk hat der rechten Partei zu ihrem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt gratuliert – und im Gegenzug direkt ein Kooperationsangebot bekommen. „Gut gemacht!“, schrieb Musk auf seiner Online-Plattform X als Kommentar zu einem Beitrag der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel, in dem sie Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zum Triumph in Sachsen-Anhalt beglückwünscht hatte.

Siegmund antwortete dem reichsten Mann der Welt sogleich und dankte ihm für seine „Unterstützung“. Auf Englisch schrieb der AfD-Frontmann: „Wenn wir hier Verantwortung übernehmen, würde ich die Gelegenheit zu einer starken und konstruktiven Zusammenarbeit sehr begrüßen. Deutschland wäre dann wieder ein Standort, in den es sich zu investieren lohnt. Beste Grüße aus Sachsen-Anhalt!“

Italiens Rechte gespalten

Der AfD-Erfolg sorgte indes für Spannungen im italienischen Mitte-Rechts-Lager. Während Lega-Chef Matteo Salvini den Wahlerfolg der deutschen Rechtsaußenpartei begrüßt, reagierte die Partei um Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Außenminister Antonio Tajani deutlich zurückhaltender. In Melonis Umfeld wächst vor allem die Sorge, dass der Wahlausgang Auswirkungen auf die Migrationspolitik haben könnte.

Die CDU von Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz könnte nach der Niederlage den Druck bei der Rückführung sogenannter Sekundärmigranten nach Italien erhöhen. Gemeint sind Migranten, die zunächst in Italien angekommen sind und anschließend nach Deutschland weitergereist sind.

Kickl: Demokratisches Machtwort des Souveräns

Als ein „demokratisches Machtwort des Souveräns, das weit über Deutschland hinaus zu spüren ist“, bezeichnete FPÖ-Parteichef Herbert Kickl am Sonntagabend in einer Aussendung den Sieg der AfD. „Die Wähler haben heute nicht nur die AfD gewählt, sondern vor allem auch die versammelte Front der Systemparteien abgewählt. Sie haben an der Wahlurne jene undemokratische Brandmauer eingerissen, die abgehobene Eliten gegen die einzige patriotische Kraft und damit gegen den Willen der eigenen Bevölkerung errichtet haben. Das ist gelebte Demokratie“, so Kickl.

Grünen-Chefin Leonore Gewessler sah angesichts des Wahlergebnisses „Feuer am Dach“. Sie betonte gleichzeitig in einem Post auf „Bluesky“ am Sonntagabend: „Aber diese Sorge darf uns nicht lähmen. Und es reicht auch nicht, mit dem Finger auf die FPÖ oder die AfD zu zeigen. Politik muss zuhören, Sorgen ernst nehmen und zeigen, dass sie das Leben der Menschen besser machen kann und will.“

Orbán freut sich über AfD-Sieg

Der abgewählte ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán brachte dagegen seine Freude über den Wahlsieg der AfD zum Ausdruck. „Eine Riesen-(Wahl-)Nacht für Deutschland und Europa!“, schrieb der Rechtspopulist auf der Plattform X. „Gratulation an Alice Weidel, Ulrich Siegmund und die gesamte AfD für ihren Erdrutschsieg in Sachsen-Anhalt. Haltet euch fest! Das ist erst der Anfang.“

Auch Ex-Botschafter Grenell gratuliert AfD

Auch der früher in Berlin stationierte US-Botschafter Richard Grenell, der wie Musk enge Verbindungen zu US-Präsident Donald Trump pflegt, gratulierte der AfD auf X. „Ein großer Sieg und ein neuer Tag in Deutschland“, schrieb Grenell, der als Diplomat hierzulande mehrfach mit polarisierenden Äußerungen aneckte.

Trump selbst hat bisher keine politische Stellungnahme zum Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt abgegeben. Seit seinem Amtsantritt wird der AfD aber ein besserer Draht denn je in die US-Hauptstadt Washington nachgesagt. Co-Parteichefin Weidel nannte Trump angesichts seines Wiedereinzugs ins Weiße Haus ein Vorbild, AfD-Vertreter reisten zu seiner Amtseinführung nach Washington. Musk wiederum machte als damals noch enger Berater des Republikaners intensiv Werbung für die AfD und setzt sich nach wie vor für politische Meinungsmacher aus dem rechten Spektrum ein.

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