Drei schockierende Fälle von sexuellem Missbrauch und Belästigung vor Gericht
Gleich drei Mal werden in der kommenden Woche Fälle von sexuellen Übergriffen am Landesgericht Klagenfurt verhandelt. In einem Fall kommt auch Missbrauch der Amtsgewalt hinzu.

In gleich drei Fällen stehen in der kommenden Woche Männer wegen sexuellen Missbrauchs beziehungsweise sexueller Belästigung als Angeklagte vor dem Landesgericht Klagenfurt.
In einem Fall, der am Montag verhandelt wird, wird sogar der eigene Vater beschuldigt, sein Kind im Jahr 2024 schwer sexuell missbraucht zu haben. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft. Ein Strafmaß, das auch einem Reitstall-Inhaber droht. Der Mann soll im September 2025 ein 13-jähriges Mädchen schwer sexuell missbraucht haben. Das Kind hatte ihr Pferd in seinem Stall eingestellt.
Auch eine Frau angeklagt
Ein Fall von sexueller Belästigung wird schließlich am Freitag verhandelt. Auf der Anklagebank: ein Ex-Mitarbeiter des Amts der Kärntner Landesregierung und eine weitere Landesbedienstete. Der Mann hat laut Anklage eine Salatgurke, zwei Eier und ein paar Smarties in unmissverständlicher Art zu einem Bild komponiert. Neben dem Mann wurde auch die ehemalige Lehrlingsbeauftragte der entsprechenden Abteilung angeklagt. Gegen sie richtet sich der Vorwurf des Missbrauchs der Amtsgewalt, weil sie ihren Dienstpflichten nicht nachgekommen sein soll. Die Frau wurde mittlerweile von ihrer Funktion entbunden und einer anderen Tätigkeit zugeordnet. Der Mann wurde wegen der schwerwiegenden Vorwürfe im Frühsommer entlassen. Eine Fortsetzung des Dienstverhältnisses war nicht mehr vertretbar, erklärte man seitens des Amts der Kärntner Landesregierung.