Vulkanausbruch legt Flugverkehr in Jakarta lahm
Ein Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau in Indonesien hat den Flugverkehr am größten Flughafen der Hauptstadt Jakarta teilweise lahmgelegt. Wegen Vulkanasche wurden hunderte Flüge gestrichen, wie das Verkehrsministerium mitteilte. Der internationale Flughafen Soekarno-Hatta setzte den Betrieb bis 09.30 Uhr Ortszeit aus.
Insgesamt fielen 209 Flüge aus, darunter auch mehrere internationale Verbindungen. Der Vulkan war bereits am späten Freitag ausgebrochen. Die Aschewolke erreichte nach Angaben der Wetterbehörde eine Höhe von bis zu 15.000 Metern. Die Katastrophenschutzbehörde rief die Bevölkerung auf, wachsam zu bleiben und bei Ascheregen Masken zu tragen. Örtlichen Medienberichten zufolge sagten mehrere Schulen bereits am Samstag den Unterricht ab, da Schüler und Anrainer wegen der Asche über Augenreizungen klagten.
Der Anak Krakatau liegt auf einer Inselgruppe zwischen Java und Sumatra auf dem Pazifischen Feuerring, wo es häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen kommt. Bei einem durch den Vulkan ausgelösten Tsunami kamen 2018 hunderte Menschen auf Java und Sumatra ums Leben. Der Name Anak Krakatau bedeutet "Kind des Krakatau". Der Vulkan entstand vor etwa einem Jahrhundert im Gebiet des einstigen Vulkans Krakatau. Dessen gewaltiger Ausbruch im Jahr 1883 löste eine Reihe von Tsunamis aus, bei denen mehr als 36.000 Menschen ums Leben kamen.