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1,4 Millionen Liter Wasser lieferten Völkermarkts Feuerwehren

Die Anzahl der Wassertransporte hat sich im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte gesteigert, mit den meisten Transporten in Griffen und Völkermarkt.

Zu sehen ist ein Feuerwehrauto daneben hockt ein Mann
© KK/FF
Ein Wassertransport der FF Griffen
Sandra Zarfl
Redakteurin Regionalredaktion Wolfsberg & Völkermarkt

„Die anhaltende Trockenheit stellt die Freiwilligen Feuerwehren vor eine erhebliche zusätzliche Belastung“, berichtet Bezirksfeuerwehrkommandant Patrick Skubel. Bis Ende August 2026 wurden im Bezirk Völkermarkt nämlich insgesamt 219 Wassertransporte durch die Wehren durchgeführt. Insgesamt wurden 1.427.600 Liter Wasser transportiert.

Somit haben sich die Wassertransporte im Bezirk im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte gesteigert. Die meisten Wassertransporte wurden von den Freiwilligen Feuerwehren Griffen und Völkermarkt durchgeführt – jeweils über 600.000 Liter.

Zahlreiche Schläuche

Bis jetzt waren 363 Kameradinnen und Kameraden für die Wassertransporte im Einsatz. Dabei wurden 794 Einsatzstunden geleistet. Skubel: „Viele freiwillige Stunden werden dafür zusätzlich aufgewendet, um die Wasserversorgung trotz der schwierigen Situation sicherzustellen.“ Gleichzeitig müssen die reguläre Einsatzbereitschaft und die personellen Ressourcen jederzeit gewährleistet bleiben.

Die Belastung für die Kameradinnen und Kameraden sei je nach Wassertransport unterschiedlich. Skubel: „Während manche Transporte rasch und unkompliziert durchgeführt werden können, ist der Aufwand bei abgelegenen Wasserbehältern deutlich höher.“ Diese befinden sich nämlich oftmals tief im Wald, wodurch zahlreiche Schläuche verlegt, anschließend wieder abgebaut und gereinigt werden müssen. Solche Transporte sind für eine einzelne Person kaum zu bewältigen und bedeuten daher einen zusätzlichen personellen und zeitlichen Aufwand für die Feuerwehr. Es gibt auch Gemeindemitarbeiter die auch Feuerwehrmitglieder sind und im Auftrag der Gemeinde die Wassertransporte durchführen. Sonst würden die Feuerwehren erst am Abend ausfahren.

Bezirksfeuerwehrkommandant Patrick Skubel
© Helmuth Weichselbraun
Bezirksfeuerwehrkommandant Patrick Skubel

Deshalb sei eine frühzeitige und koordinierte Planung in Abstimmung mit der jeweiligen Gemeinde und Wassermeister besonders wichtig. Kurzfristige Anfragen, insbesondere zu Zeiten mit erhöhtem Wasserverbrauch oder spät am Wochenende, können nicht immer sofort erfüllt werden. Die Kostenregelung liege grundsätzlich bei den jeweiligen Gemeinden, die auch festlegen, wie die Wassertransporte gehandhabt sowie verrechnet werden.

© stock.adobe.com/David Buettner

Da es bisher keinen länger andauernden, ergiebigen Niederschlag gegeben hat, ist mit weiteren Wassertransporten zu rechnen. Skubel: „Wir brauchen einen sanften, länger andauernden Regen über mehrere Tage, damit die Böden das Wasser aufnehmen können.“ Bei Starkregen nach längerer Trockenheit kann der ausgetrocknete Boden große Wassermengen aber nicht ausreichend aufnehmen. „Dadurch entstehen wiederum andere Gefahrenlagen, bei denen die Feuerwehren ebenfalls gefordert sind“, hebt der Bezirksfeuerwehrkommandant hervor.

Wassertransporte pro Gemeinde

Bleiburg: 11
Diex: 15
Eberndorf: 2
Eisenkappel-Vellach: 17
Feistritz ob Bleiburg: 4
Gallizien: 5
Globasnitz: 1
Griffen: 63
Ruden: 25
Sittersdorf: 6
St. Kanzian am Klopeiner See: 1
Völkermarkt 69