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Griffen: „Wassertransporte sind keine dauerhafte Lösung“

In einer Woche wurden rund 250.000 Liter nach Griffen transportiert. Die Wasserversorgungslage war aufgrund anhaltender Hitze und Trockenheit angespannt.

Zu sehen ist ein Mädchen, das aus einem Wasserschlauch trinkt
© stock.adobe.com/Alina Pichler
Als erste Gemeinde in Kärnten verbot Griffen bereits Ende April das Befüllen von Pools
Sandra Zarfl
Redakteurin Regionalredaktion Wolfsberg & Völkermarkt

„Dringender Appell – Wasser sparen! Jeder Liter zählt“, mit dieser Aufforderung richtet sich die Marktgemeinde Griffen an ihre Bevölkerung. Denn die anhaltende Hitze und Trockenheit führen seit Wochen zu einer äußerst angespannten Versorgungslage.

Wassertransporte, durchgeführt von der Freiwilligen Feuerwehr Griffen und einem privaten Unternehmer, wurden in den vergangenen drei Wochen durchgeführt. „Das dafür bereitgestellte Wasser stammte aus der Stadtgemeinde Völkermarkt und hatte Trinkwasserqualität“, informiert Bürgermeister Josef Müller (ÖVP). Allein in der vergangenen Woche wurden rund 250.000 Liter transportiert. Bei einer Transportmenge von etwa 10.000 Litern pro Fahrt entspricht dies etwa 25 Fahrten.

Aktueller Stand

Wie jetzt die Situation aussieht? Bürgermeister Müller: „Wir haben alles im Griff. Aufgrund der Regenfälle ist der Wasserverbrauch wieder zurückgegangen. Aktuell kann die Wasserversorgung vollständig aus der Eigenversorgung sichergestellt werden. Derzeit sind keine zusätzlichen Transporte notwendig.“ Dennoch sei die Wassersparverordnung weiterhin in Kraft und ausnahmslos einzuhalten. Jede vermeidbare Wasserentnahme gefährdet die sichere Trinkwasserversorgung.

Bürgermeister Josef Müller (ÖVP)
© KLZ / Simone Jäger
Bürgermeister Josef Müller (ÖVP)

Als erste Gemeinde in Kärnten verbot Griffen bereits Ende April das Befüllen von Pools. Im Mai folgten dann die ersten Wassertransporte. „Aufgrund der vielen privaten Pools in der Gemeinde wurde auch mit der Befüllung des gemeindeeigenen Freibades zugewartet“, berichtet Müller weiter.

Die Marktgemeinde Griffen
© Markus Traussnig
Die Marktgemeinde Griffen

Als nächster Schritt werde bei der kommenden Gemeindevorstandssitzung das Thema behandelt. „Derzeit ist in Ausarbeitung, wie man die Wasserversorgung noch besser sicherstellen kann“, so Müller. Denn: „Wir machen uns intensiv Gedanken über eine nachhaltige Lösung. Wassertransporte können keine dauerhafte Lösung sein. Unser Ziel ist es, eine Trinkwasserversorgung zu gewährleisten.“ In weiterer Folge soll ein professionelles Unternehmen ein Projekt systematisch aufarbeiten. Es werde nämlich davon ausgegangen, dass sich die Situation in den kommenden Jahren aufgrund zunehmender Hitze und Trockenheit weiter verschärfen werde. Immerhin durchläuft Kärnten einen der trockensten Perioden der Messgeschichte. In 163 von 165 Gemeinden in Kärnten und Osttirol gab es heuer bereits mindestens einen Hitzetag.

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