Kärntner Gemeinde wird papierfrei: „Schön, keine Akten zu sehen“
Die Gemeinde Glanegg stellt sich um: Seit einiger Zeit verbannt man das Papier aus dem Arbeitsalltag. „Man findet alles schneller“, sagt der Bürgermeister.
Vor drei Monaten hat man in der Gemeindestube Glanegg begonnen, Papier langsam, aber sicher, aus dem Arbeitsalltag zu entfernen. Man möchte papierfrei werden. „Unsere Gemeindebediensteten haben davon bei einem Besuch in der Gemeinde Globasnitz gehört“, erzählt Bürgermeister Arnold Pacher (SPÖ). „Dort sieht man im Büro selbst keine Akten mehr, das ist schon schön.“ Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter scheint dieser Umstand in der Unterkärntner Kommune jedenfalls beeindruckt zu haben.
Der Gemeindechef zeichnet seine Buchungen bereits über das Programm „K5 Next“ ab. „Es ist einfach ein entspannteres Arbeiten, wenn man digital alles abfragen kann und nicht in irgendwelchen Archiven suchen muss. Auch für die Nachhaltigkeit ist es eine gute Sache“, zählt Pacher die Vorteile auf. „Man findet die Dinge, die man braucht, schnell. Das ist sehr hilfreich.“
Aktuell werde also in Glanegg „rigoros“, wie Pacher sagt, an Kopien und Papier gespart. Aber wie lange dauert es, bis die Umstellung vollständig vollzogen ist? „Wir befinden uns aktuell auf einem guten Weg, aber ich denke, es wird noch einige Monate dauern, bis wir wirklich papierfrei arbeiten.“ Wie viel Papier man bisher übrigens pro Tag verwendet und verbraucht hat, kann Pacher nicht beantworten. „Das ist total unterschiedlich und hängt zum Beispiel davon ab, wie die Abgangsrechnungen rausgehen.“