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„Bravehearts“ aus Söding sind zurück in der Bundesliga

Am Samstag starten die Södinger Ringer mit dem Kampf gegen Wien (20 Uhr) in die oberste Liga. Drei Jahre waren sie zwischen 2013 und 2015 zuletzt erstklassig.

Die Södinger bauen auf den Heimvorteil
© KK
Die Södinger bauen auf den Heimvorteil

Es ist ein Zeiterl her, dass die „Bravehearts“ in der höchsten heimischen Liga beweisen durften. 2015 war der KSV Söding zum bislang letzten Mal in der Bundesliga dabei, und nun gibt es das Comeback. Am Samstag kommt mit der KG Wien (20 Uhr) der erste Gradmesser in den Södinger Festsaal. Mit dem zweiten Platz in der Bundesliga hinter dem zweiten Team von Wals – die Salzburger durften nicht aufsteigen – zogen die Steirer wieder in das Oberhaus ein. „Wir sehen die erste Liga als große Chance, unsere Jungen in die Liga einzuführen, in der wir uns langfristig etablieren wollen“, sagt Obfrau Lydia Langmann.

Die Aufgabe wird allerdings ungleich schwieriger als in der zweiten Liga. „Das Niveau ist schon ein ganz anderes. Es sind auch WM- und Olympia-Teilnehmer dabei“, erklärt Langmann. Vor allem die Spitzenteams von Wals, Götzis, Inzing und Klaus sind echte Kaliber. Der Aufsteiger trifft im Grunddurchgang (Gruppe Ost) auf Wien, Wals und Götzis und setzt dabei auf seine alteingesessenen Stärken. Daher haben sich die Södinger nicht zusätzlich von außen verstärkt. „Wir haben einen sehr großen Zusammenhalt in unserer Truppe. Das ist auch unsere Identität, und die wollen wir auch in der ersten Liga nicht aufgeben.“

Ein großes Plus ist die Atmosphäre bei den Heimkämpfen in der noch recht neuen Multifunktionshalle. Knapp 400 Zuseher finden im Hexenkessel Platz, und das Publikum ist gut gemischt. „Bei uns kommen viele mit Ringervergangenheit, aber auch einige, die einfach etwas erleben wollen.“ Dass die ersten Zeiten in der Bundesliga dem Sprichwort getreu eher Lehrjahre als Herrenjahre sind, wurde intensiv mit den Athleten besprochen. „Der mentale Teil ist enorm wichtig“, sagt die Obfrau, „wir haben unsere Sportler darauf eingestellt, dass es wahrscheinlich nicht immer so laufen wird wie im Vorjahr.“

Auch für die KG Graz geht es am Samstag in der zweiten Liga zu Hause los. West-Wien gastiert ab 20 Uhr in Eggenberg.