Millionen-Sparpaket bei den Barmherzigen Brüdern geplant
Der Krankenhausträger stellt sich vor den Budgetverhandlungen mit dem Land Steiermark auf nötige Einsparungen in der Höhe von neun Millionen Euro ein.

Die Barmherzigen Brüder stehen vor den Budgetverhandlungen mit dem Land vor einem Finanzloch in der Höhe von rund neun Millionen Euro. „Das ist eine Größenordnung, auf die wir uns vorbereiten“, bestätigt Pressesprecher Lukas Sassmann die Überlegungen zu einem Sparpaket. Der größte Posten im Budget seien die Personalkosten, bei denen man sich an den Gehältern der Kages orientieren müsse. „Und selbst wenn das Land sagt, ihr bekommt dasselbe wie im Vorjahr, ist das nicht mehr darstellbar.“
Es gebe eine laufende Abstimmung mit dem Land, sodass der Umfang der Einsparungen nicht überraschend komme. „Das ist eine Kalkulation, eine Summe, auf die wir uns vorbereiten.“
Pensionierungen werden nicht nachbesetzt
Die notwendigen Einsparungen sollen möglichst schmerzfrei verabreicht werden: „Wir versuchen, ein Paket zu schnüren, ohne Mitarbeiter freizusetzen, und ohne dass die Patienten es zu spüren bekommen.“ Möglich soll das werden, indem in manchen Bereichen Pensionierungen nicht nachbesetzt werden und „gewisse Abläufe und Strukturen adaptiert werden.“
Es sei zum Beispiel zu überlegen, „ob Patienten, die mit frischen Laborergebnissen kommen, ein neues Labor brauchen“. Denkbar ist auch die Verschiebung von Investitionen, wie es heißt.
Investitionen werden gestoppt oder verschoben
Im Klartext: „Wo es unbedingt nötig ist, soll es einen Investitionsstopp geben“, sagt Sassmann. Das heißt, dass man versuchen werde, Geräteanschaffungen hinauszuschieben oder auch die Küchenrenovierung zu verschieben. Zum Glück sei das Haus relativ neu. „Aber als Beispiel: Die Vollklimatisierung wird es auch im nächsten Jahr nicht geben.“ Man müsse auch überlegen, was man tagesklinisch beheben kann und wo man Dinge zusammenlegen könne.
Intern ist durchgesickert, dass keine Mitarbeiter mit unbefristeten Dienstverträgen freigesetzt werden sollen. Befristete Stellen stehen aber wohl zur Diskussion. Auf der Chirurgie und in der internen Abteilung werde demnach mit je einem Journaldienstrad weniger geplant.. Die Angebote sollen trotzdem gleich bleiben, zumindest ist das der Wunsch.