Kapfenberg empfängt Wels: „Den Cup spielt man, um ihn zu gewinnen“
Kapfenberg trifft am Freitag (18.30 Uhr) in der 2. Runde des ÖFB-Cups auf Liga-Konkurrent Hertha Wels. Die Leistung vom Sieg gegen BW Linz soll wiederholt werden.
Mit einem überraschenden 2:1-Erfolg über Spitzenreiter Blau-Weiß Linz ist Schlusslicht Kapfenberg am vergangenen Wochenende in der neuen Zweitligasaison angekommen. „Siege tun immer gut, egal gegen wen“, sagt Chefcoach Michael Liendl, der in seinem zweiten Spiel als KSV-Trainer den ersten Sieg holte. „Aber wenn du nach vier sieglosen Partien den Tabellenführer schlägst, ist da natürlich eine gewisse Erleichterung da.“ Angeführt von Kapitän Meletios Miskovic, der beide Treffer erzielte, holte sich das junge Team der Obersteirer die ersten Punkte. Nur vier der zum Einsatz gekommenen Spieler waren älter als 22 Jahre, Miskovic ist mit seinen 27 ohnehin der alte Hase. „Die Jungs ziehen super mit, sind lernwillig, aufmerksam, möchten Sachen bestmöglich umsetzen“, sagt Liendl, der mit Miskovic auf einen „aggressiven Leader“ zählen kann. „Er ist schon ewig beim Verein, kennt alle Abläufe und hat zuletzt seine Aufgabe überragend gemacht.“
So wie auch der Rest des Teams, das den Tabellenführer gestürzt hat. In der 2. ÖFB-Cuprunde gegen Liga-Konkurrent Hertha Wels wird diese Leistung am Freitag (18.30 Uhr) „das Minimum sein, was wir brauchen“, so Liendl, der am letzten Transfertag mit dem 20-jährigen Mittelfeldspieler Babacar Diack aus dem Senegal und dem Engländer Nikita Dubov nochmals Verstärkung bekommen hat. „Wenn wir nur ein, zwei Prozent weniger geben als gegen Blau-Weiß, hat Wels die Qualität, uns zu bestrafen.“ Gegen die Oberösterreicher, die in der 2. Liga lediglich einen Zähler vor den Falken rangieren, erwartet Liendl ein „Spiel auf Augenhöhe“. Die Statistik spricht jedenfalls für die Steirer: Kam Hertha in ihren Antritten im ÖFB-Cup seit 1976/77 nie über die 2. Runde hinaus, war für Kapfenberg in den letzten zehn Jahren lediglich dreimal schon in Runde zwei Endstation. Für Liendl gilt ohnehin nur eine Marschrichtung: „Den Cup spielt man, um ihn am Ende zu gewinnen.“