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Aufregung wegen geplantem Neonazi-Treffen im Trentino

Hunderte Neonazis werden zu einem Treffen im Trentino erwartet. Die Behörden rüsten sich mit einem Großaufgebot – und auch Protest formiert sich.

Zum Treffen werden mehrere hundert Rechtsextremisten erwartet (Symbolfoto)
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Zum Treffen werden mehrere hundert Rechtsextremisten erwartet (Symbolfoto)

Ein geplantes Neonazi-Treffen im norditalienischen Trentino sorgt für Aufregung. Zu dem Treffen „Ritorno a Camelot“ (Rückkehr nach Camelot) werden vom 3. bis 6. September in Pietramurata in der Gemeinde Dro rund 300 bis 400 Teilnehmer erwartet. Das Treffen soll nicht verboten, aber von den Sicherheitskräften genau überwacht werden, teilten die Trentiner Behörden am Dienstag mit.

Nach deren Angaben sollen Polizisten und Carabinieri sowohl außerhalb als auch innerhalb des Hotels, in dem das Treffen stattfindet, eingesetzt werden. Bei strafrechtlich relevantem Verhalten werde Anzeige erstattet, hieß es. Allein die Staatspolizei will nach Angaben des Polizeichefs von Trient, Nicola Zupo, vom Abend des 2. bis zum 6. September bis zu 140 Beamte einsetzen. Sie sollen nicht nur mögliche Zusammenstöße verhindern, sondern auch die Einhaltung der vom Polizeichef erlassenen Auflagen kontrollieren.

Protestkundgebung von Verbänden und Bürgern erwartet

Zusätzliche Spannungen werden wegen einer für den 3. September angekündigten Protestkundgebung von Verbänden und Bürgern erwartet. „Dro wird sicherlich überwacht werden“, sagte Fusiello. Es solle verhindert werden, dass die unterschiedlichen Gruppen aufeinandertreffen.

Das Neonazi-Treffen fällt zudem in die Zeit eines Besuchs von Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella in der Region. Dieser werde durch die Veranstaltung nicht beeinträchtigt, versicherte Fusiello. Die Gegenkundgebung findet am 3. September statt, Mattarella wird am 5. September im Trentino erwartet.

Mattarella trifft Van der Bellen in Meran

Mattarella reist am 5. September ins Trentino bzw. zuvor nach Südtirol, um an den Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag des „Gruber-De-Gasperi-Abkommens“ teilzunehmen. Die Vereinbarung von 1946 gilt als Grundlage für das Autonomiestatut der Region. Mattarella wird zunächst gemeinsam mit dem österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen in Meran an der Zeremonie zum Tag der Autonomie teilnehmen. Anschließend reist er nach Trient weiter. Dort spricht er bei einer Veranstaltung unter dem Titel „1946–2026: 80 Jahre einer Republik und einer Sonderautonomie“.