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Gipfelstürmer des Helfens

Während Melissa Naschenweng auf der Teichalm Musikfreunde zum Jubeln und Spenden gebracht hat, wird der Rappoldkogel am 26. September zum Spendenberg.

Raffael Fux und Bernd Brodtrager (Bauernbund), Melissa Naschenweng, Andreas Prückler („Steirer helfen Steirern“), Alfred Pierer (Latschenhütte)
© Pressefoto Scharinger
Raffael Fux und Bernd Brodtrager (Bauernbund), Melissa Naschenweng, Andreas Prückler („Steirer helfen Steirern“), Alfred Pierer (Latschenhütte)
Anneliese Horvath
Steirer helfen Steirern

Am vergangenen Samstag wurde die beschauliche Teichalm zur Bühne für das Bergbauern-Open-Air – mit Melissa Naschenweng als Stargast und einer riesigen Fangemeinde. Doch nicht nur die Musik sorgte für Begeisterung: Die beiden Organisatoren Alfred Pierer, Chef der „Latschenhütte“, und Raffael Fux, der auch hinter dem Bauernbundball steht, wollten mit dem Open Air Menschen zusammenbringen und dabei jenen helfen, die selbst wenig Grund zum Feiern haben. Und so wurde mit einem Losverkauf für „Steirer helfen Steirern“ gesammelt.

Für Melissa Naschenweng mehr als nur eine Zugabe: „Ich sehe es als Privileg, in der Lage zu sein, Menschen zu unterstützen, die gerade durch schwere Zeiten gehen. Meiner Meinung nach kommt alles Gute, das man tut, in irgendeiner Form auch zurück.“ Und die Spendenfreude hielt an: Auch die Oberkrainer sammelten am Sonntag noch einmal für den guten Zweck. 5000 Euro kamen dabei zusammen und wurden „Steirer helfen Steirern“ übergeben, um Familien in Not zu helfen.

Für Raffael Fux ist die Aktion mehr als eine schöne Geste. „Ich habe selbst in meiner Familie zwei schlimme Schicksalsschläge erleben müssen und weiß deshalb leider sehr gut, was es heißt, wenn aus dem Nichts plötzlich der Hammer kommt.“ Es sei wichtig, so Fux, in solchen Zeiten nicht allein dazustehen: „Man kann nicht alles wieder gut machen und einem Menschen auch nicht jeden Schmerz nehmen. Aber man kann zumindest ein bissl helfen und zeigen: Du bist nicht allein.“

Bergwärts für den guten Zweck

Am 26. September wird der Rappoldkogel zum Spendenberg. Beim Weststeirischen Alm-Charity-Marathon geht es zwar ums Wandern, aber nicht darum, wer am schnellsten oben ist. Vielmehr geht es darum, gemeinsam unterwegs zu sein, die Bergwelt zu genießen und dabei etwas für andere zu tun. Gesammelt wird für „Steirer helfen Steirern“. „Für mich ist dieser Berg tiefste Heimat“, sagt Alpenentdecker und Bergmarathon-Initiator Franz Schreiner. „Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als ihn von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang mit vielen Menschen zu erwandern und dabei gemeinsam Gutes zu tun.“ Deshalb ist beim Charity-Marathon jeder willkommen – vom gemütlichen Wanderer bis zum ambitionierten Bergfex. Und weil Natur nicht bloß Kulisse, sondern Lebensraum ist, wird zu Dämmerungszeiten auf reduziertes Licht und Ruhe gesetzt, um die Tierwelt zu schonen.

Bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang geht Alpenentdeckerin Lisa Brandstetter mit allen, die es gemütlicher angehen möchten, eine Runde vom Parkplatz bei der Krugmoarhütte zum Alten Almhaus und retour. Wer es sportlicher mag, kann ab 7 Uhr mit Franz Schreiner vom Alten Almhaus auf den Rappoldkogel und wieder zurück wandern. Zum Abschluss wartet um 20 Uhr ein besonderer Höhepunkt: die Vollmondfeier mit Lagerfeuer beim Alten Almhaus. Wer mitwandert, erlebt also nicht nur einen besonderen Bergtag, sondern hilft gleichzeitig Menschen, die gerade selbst einen schweren Weg zu bewältigen haben. Spendenboxen stehen beim Alten Almhaus bereit.

© Gemeinsam wandern, gemeinsam helfen: Weststeirischer Alm-Charity-Marathon unter der Schirmherrschaft von Franz Schreiner

Weststeirischer Alm-Charity-Marathon

Wann: 26. September. Start kleine Runde: 5 Uhr, Start große Runde: 7 Uhr
Wo: Parkplatz Krugmoarhütte (kleine Runde), Altes Almhaus (große Runde)
Gemütlich oder sportlich: kleine Runden für Genusswanderer, große Runde für Bergfexen
Infos zu Etappen oder Einstiegsmöglichkeiten unter www.alpenentdecker-stmk.at