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Leobener Handballer wollen zurück in den Aufstiegskampf

Bei der Sportunion Leoben stehen die Zeichen auf Neustart. Mit Claus Hödl wieder an der Spitze und einer neu strukturierten Vereinsführung soll es sportlich wieder nach oben gehen.

Für die neue Saison hat sich die Handball Sportunion Leoben neu aufgestellt
© KLZ / Vanessa Gruber
Für die neue Saison hat sich die Handball Sportunion Leoben neu aufgestellt
Vanessa Gruber
Redakteurin Regionalredaktion Leoben

Bei der Handball Sportunion Leoben weht ein neuer Wind – und an der Spitze steht ein alter Bekannter: Claus Hödl kehrt als Präsident zurück. Nach mehreren Jahren als Vorstandsmitglied übernimmt das Leobener Handball-Urgestein erneut das Präsidentenamt: „Eigentlich stand es nicht mehr in meiner Lebensplanung, noch einmal ganz oben mitzumachen und Präsident zu sein, aber es kommt oft anders, als man denkt“, sagt Hödl.

Nachdem Alfred Leithold seine Funktion als Präsident bereits im letzten Jahr aus beruflichen Gründen zurückgelegt hatte und auch der interimistische Präsident Roberti Pacnik für keine weitere Amtsperiode zur Verfügung stand, erfolgte eine Neustrukturierung der Vereinsführung. Dabei wurde unter anderem das zehnköpfige Präsidium auf vier Personen deutlich reduziert.

Claus Hödl ist als Präsident wieder an der Spitze der Handball Sportunion Leoben
© KLZ / Vanessa Gruber
Claus Hödl ist als Präsident wieder an der Spitze der Handball Sportunion Leoben

„Ehrenamtliche Vereine ohne hauptberufliche Angestellte sind auf Jungpensionisten angewiesen, die den enormen zeitlichen Aufwand für die Sponsorenbesuche und administrative Aufgaben bewältigen können“, schildert Hödl einen der Beweggründe für sein Comeback. „Jeder weiß, mein Herz schlägt für den Handball, speziell für den Leobener Handball“, betont der Präsident, der den 1947 gegründeten Verein eigenständig und ohne Fusion mit anderen Klubs in eine erfolgreiche Zukunft führen will. Unterstützt wird er dabei von Vizepräsident Harald Taferner, Finanzreferentin Ulrike Galovsky, Sportunion-Präsident Günther Kolb und Rechtsvertreter Michael Augustin sowie mehreren Teams auf operativer Ebene.

Handballer aus der Region

Die Leobener Kampfmannschaft besteht zum Großteil aus Eigenbauspielern aus der Region und tritt in dieser Saison wieder in der HLA Challenge Ost, der zweiten österreichischen Handball-Liga, an. Der neue Trainer Dino Poje ist dabei kein gänzlich Unbekannter in der Montanstadt: Bereits bis zum pandemiebedingten Abbruch der Saison 2020 war er in Leoben tätig. Das Ziel für diese Saison ist klar definiert: „Wir wollen unter die ersten Vier kommen, um am Aufstiegs-Play-off teilnehmen zu können. Und das wird schwer genug“, so Hödl.

Voller Motivation geht es in die neue Saison
© KLZ / Vanessa Gruber
Voller Motivation geht es in die neue Saison

Neben der Kampfmannschaft und dem im Vorjahr gegründeten Damenteam liegt der Fokus der Handball Sportunion Leoben auf der Jugendarbeit. In der neuen Saison gehen die Leobener mit 15 Nachwuchsmannschaften quer durch alle Altersklassen an den Start. Betreut werden sie von 20 Jugendtrainern. „Diese Arbeit ist nicht nur für den Handball, sondern auch für die Gesellschaft und die Familien hier in der Region“, betont Sponsorenvertreter Matthias Zitzenbacher, Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Leoben-Bruck.

Finanzielle Herausforderungen

Der Verein habe es trotz bescheidener finanzieller Mittel geschafft, eine gute Mischung aus Ehrenamtlichkeit und regionaler Verbundenheit zu finden, hebt Bürgermeister Kurt Wallner hervor. Auch Hödl weiß um die finanziellen Herausforderungen: „Wir wollen mit unseren wirtschaftlichen Möglichkeiten das Beste herausholen und die Leute wieder in die Halle holen.“

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