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Diesen Ausbau plant der Waldpark Hochreiter nahe der Teichalm für 2027

Erstmals knackt das Ausflugsziel im Naturpark Almenland heuer wohl die 100.000-Besucher-Marke. Betreiberfamilie Pretterhofer investiert weiterhin kräftig und baut über den Winter aus.

Der Waldpark zählt mittlerweile zu den beliebtesten Ausflugszielen der Steiermark
© Dagmar Frühauf
Der Waldpark zählt mittlerweile zu den beliebtesten Ausflugszielen der Steiermark
Sarah Ruckhofer
Stv. Ressortleiterin Regionalredaktionen Steiermark, Teamleiterin Regionalredaktion Murtal & Murau

Die Waschbären sind die heimlichen Stars im Waldpark Hochreiter. Wobei – heimlich? Eigentlich sind die putzigen Tierchen Stars in sozialen Medien. Zutraulich kommen sie zum Gitter des großen Geheges, strecken den Besuchern ihre Pfoten entgegen und nehmen das Futter in Empfang.

Den Waldpark gibt es seit 1989, seit 2020 bringen Angelika und Erhard Pretterhofer frischen Wind in den Familienbetrieb in der Gemeinde Breitenau am Hochlantsch. Ein Ausbau, ein frisches Konzept: Die Besucherzahlen klettern stetig in die Höhe. „Als wir übernommen haben, hatten wir 20.000 Besucher pro Jahr. Wir haben gehofft, uns verdoppeln zu können“, schmunzelt Angelika Pretterhofer. Heuer wird der Waldpark wohl die 100.000er-Marke knacken – wieder eine Steigerung zum Vorjahr, wo 94.000 Besucher den Park unter die Top-Ausflugsziele der Steiermark reihten.

In Augenhöhe mit Waschbären: Besonders für Kinder ein Höhepunkt
© Dagmar Frühauf
In Augenhöhe mit Waschbären: Besonders für Kinder ein Höhepunkt

„Stoßen an Grenzen“

An starken Tagen in den Ferien zählt man über 1000 Besucher im Waldpark. „Mit unserer Gastronomie stoßen wir an Kapazitätsgrenzen“, schildert die Chefin. 130 Sitzplätze gibt es aktuell, nur ein kleiner Teil befindet sich im Inneren. Logische Konsequenz: „Wir müssen uns erweitern.“ Die Pläne für den großen Ausbau liegen schon am Tisch, in der Winterpause ab 2. November fahren die Bagger auf. „Gerade für Kinder muss es beim Essen schnell gehen, da müssen wir etwas verändern.“

Juniorchef Theo arbeitet im Waldpark seiner Eltern Angelika und Erhard Pretterhofer schon eifrig mit
© Dagmar Frühauf
Juniorchef Theo arbeitet im Waldpark seiner Eltern Angelika und Erhard Pretterhofer schon eifrig mit

Auch neue Tiere sollen in den Waldpark einziehen, „das gehen wir aber ganz ohne Druck an und schauen, was für uns passen könnte“. Durch den Ausbau im vergangenen Winter – dem Spielbereich „Käfer-Safari“ im unteren Bereich des Parks – ist ein riesiges Gehege entstanden, das momentan nur von Yaks und Hochlandrindern bewohnt wird.

250 Tiere, 50 Mitarbeiter

Apropos Käfer-Safari: Der Erlebnis- und Kletterparcours wird gut angenommen. „Und er passt auch gut für ältere Kinder, also zehn Jahre plus“, so Pretterhofer. Ebenso beliebt sind Veranstaltungen wie die Waldforschernächte, wo der Park ausnahmsweise nach Einbruch der Dunkelheit geöffnet bleibt und verschiedene Stationen quer durch den Waldpark zum Aktivsein einladen.

So oder so gilt: „Es braucht immer Neuerungen, wir haben kontinuierlich investiert und ausgebaut. Eigentlich sind wir immer auf der Suche nach etwas Neuem.“ Dabei hilft auch Sohn Theo (8) tatkräftig mit. Rund 250 Tiere leben bei der Familie, bei Damm- und Rotwild gab es gerade erst Nachwuchs. In der Hauptsaison beschäftigt die Familie 50 Mitarbeiter, darunter aber einige Geringfügige, Schüler und Studenten. Geöffnet ist täglich, unabhängig vom Wetter.

Besonders bei Kindern ist der Park beliebt
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Besonders bei Kindern ist der Park beliebt

„Auch Eltern am Riemen reißen“

Das Wetter wirkt sich aber naturgemäß auf die Besucherzahlen aus: „Bei Regen kann es schon vorkommen, dass wir alleine da sind. Wir merken aber, dass gerade bei der Rekordhitze heuer viele zu uns geflüchtet sind“, erzählt die Chefin. Auf der Alm ist es naturgemäß kühler als in den Großstädten, zudem sind weite Teile des Parks im schattigen Wald gelegen. „Viele kommen her, um durchzuatmen, um runterzukommen. Die Natur, die gute Luft: Wir haben keine Highspeed-Action, aber das wollen viele Leute auch gar nicht.“ Die meisten Gäste kommen aus der Steiermark, aus Wien und Niederösterreich. „Slowenien, Tschechien, Ungarn und Deutschland sind neue Märkte. Die Region ist generell sehr aufstrebend, es tut sich touristisch vieles.“

Wenn die Tage kühler werden und der Herbst ins Land zieht, rückt das Saisonende näher. Der Großteil der Tiere verbleibt auf der Alm, nur die weiblichen Ziegen (die Nachwuchs erwarten), Hasen und Meerschweinchen kommen ins Winterquartier, einem Stall im Tal. Um das Wohlergehen der Vierbeiner kümmern sich neben der Familie Pretterhofer zwei Tierpfleger, die das ganze Jahr über im Einsatz sind. Wenn sich die Türen des Waldparks schließen, bleibt der (digitale) Shop geöffnet: Ein Herzensprojekt von Angelika Pretterhofer, ein Shop voller Bücher, Spielsachen und Zubehör rund um die Themen Wald und Natur. „Die Natur tut uns so gut, weg vom Bildschirm, raus an die frische Luft – da müssen auch wir Eltern uns oft am Riemen reißen.“

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Klicken Sie sich durch Bilder aus dem Park © Dagmar Frühauf