Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Die Wiesenmarkt-Tipps eines Bleiburger Urgesteins

Aus der letztjährigen Marktführung durch Wiesenmarkt-Legende Gottfried „Gotte“ Stöckl lassen sich einige wertvolle Tipps für den heurigen Besuch ableiten.

Zwei Männer schütteln sich die Hände
© Ines Dominschigg
Vom absoluten Neuling zum Eingeweihten: Wiesenmarkt-Original Gottfried Stöckl zeigte Redakteur Gerfried Ambrosch (links) die Highlights des Bleiburger Wiesenmarkts
MA Gerfried Ambrosch
Redakteur Regionalredaktion Lavanttal & Völkermarkt

Als absoluter Wiesenmarkt-Neuling kam ich voriges Jahr in den Genuss einer besonderen Führung über das Bleiburger Marktgelände durch niemand Geringeren als Wiesenmarkt-Urgestein Gottfried „Gotte“ Stöckl – ein wahres „Best of“ des Bleiburger Wiesenmarkts, das auch anderen zur Orientierung auf Südkärntens ältestem und größtem Volksfest dienen kann. Dieses findet heuer von 4. bis 7. September statt.

Wir trafen uns vorm Stöckl-Gebäude, einer Holzscheune am Rande des Marktgeländes, wo jedes Jahr abends bei „Jazz in da Hittn“ mit Live-Musik aufgewartet wird. Es folgte ein Besuch im Bierzelt des Bleiburger Brauhauses Breznik, wo wir schon relativ zu Beginn unserer Tour verschiedene hausgemachte Spezialbiere verkosteten. Die jedes Jahr neu mit Portraits gestalteten Bierdeckel rundeten die Sache ab. Den Durst gelöscht, ging es weiter zur Alpe-Adria-Ausstellung mit allerhand Interessantem.

Geheimtipp: „Illegaler“ Ausschank hinterm Klo

Einer von Stöckls unzähligen Bekannten fragte uns unterwegs, ob wir denn schon beim Klo gewesen wären. Ein Scherz? Keineswegs. Denn „backstage“ hinter der Gojer-WC-Anlage eröffnete sich eine inoffizielle Mini-Party-Meile, wo man neben Schnaps und anderen Getränken auch auf Jauntaler Salami eingeladen wird – zumindest, wenn man dort im Schlepptau des pensionierten Bleiburger Lebzelters „Gotte“ aufkreuzt, der am Wiesenmarkt bekannt ist, wie ein bunter Hund. Auf jeden Fall ein Geheimtipp.

Redakteur Gerfried Ambrosch und Wiesenmarkt-Urgestein Gottfried „Gotte“ Stöckl
© Ines Dominschigg
Redakteur Gerfried Ambrosch und Wiesenmarkt-Urgestein Gottfried „Gotte“ Stöckl

Für Hüttengaudi empfahl Stöckl die Glawar-Hütte mit eigener Schnapsbrennerei – vor allem zu später Stunde: „Jeder, der noch kann, geht nachher da hin.“ Unsere Tour endete hingegen mit einer Runde am Riesenrad, die einen außergewöhnlichen Blick über den Markt und die Stadt Bleiburg in Richtung Petzen eröffnete, und einem abschließenden Abstecher zur Krapfenhütte, wo Bäckermeister Haimburger den typischen Bauernkrapfen beziehungsweise original Wiesenkrapfen kredenzte: „Leicht knusprig die Haut, saftig, fluffig, einmalig“, gratulierte Stöckl Haimburger.

Original Wiesenkrapfen
© Ines Dominschigg
Original Wiesenkrapfen

Das alles schafften wir in gerade einmal zwei Stunden. „Wir könnten uns noch stundenlang da auf der Wies’n ummatreiben – es ist immer spannend“, resümierte Stöckl. Genau darin liegt wahrscheinlich der beste Tipp für den Bleiburger Wiesenmarkt: Zeit mitbringen und sich vom Geschehen treiben lassen, sich durchkosten, sich unterhalten und das Ambiente genießen.