Grazer Studenten gehen mit Videospiel auf TikTok viral
Grazer Studenten der TU Graz präsentieren ihre eigenen Videospiele auf der Gamescom, darunter das virale Spiel „Qwick“.
Auf der Gamescom werden neben Spiele-Blockbustern von großen Entwicklerstudios auch jedes Jahr zahlreiche Indie-Games vorgestellt. Wie 2025 sind dieses Mal die Studenten der TU Graz vor Ort und stellen ihre eigenen Videospiele vor. Eines davon ist vor der Spielemesse auf TikTok viral gegangen.
Über 340.000 Aufrufe hat ein Video des Spiels „Qwick“ mittlerweile. Entwickelt wurde es von fünf Studenten, drei davon aus Graz, zwei aus London. Zusammen gefunden hat das Team bei einem „Game-Jams, ein Event, bei dem in wenigen Tagen ein Spiel entwickelt wird. Dabei wird ein Thema vorgegeben, das im Anschluss in Teams umgesetzt werden muss. „Das Thema bei diesem Game Jam war ‚When the Light goes out‘“, erklärt Lenon Osmani, einer der Entwickler. „Wir hatten dann die Idee, dass man eine brennende Kerze spielt, die immer kleiner wird.“
Social Media als Boost
„Qwick“ ist ein Plattformer, also ein Jump‘n‘Run-Spiel, ähnlich wie „Super Mario“. Das Ziel des Spiels ist es, mit der Kerze so schnell wie möglich an das Ziel des Levels zu kommen, bevor die Kerze ausgeht. „Somit kommt eine Schnelligkeitskomponente auch mit rein“, sagt der 22-jährige Osmani. Derzeit umfasst das Spiel drei verschiedene Levels, die das Studenten-Team auf der Gamescom präsentierte. Geplant sind aber bis März nächsten Jahres rund 50 Level in zehn verschiedenen Welten.
Aufmerksamkeit hat das Spiel unerwartet durch TikTok bekommen. „Wir haben angefangen, Videos hochzuladen, in denen wir zeigen, wie wir das Spiel entwickeln“, erzählt Osmani, der an der TU Graz Software Engineering & Management studiert. Bereits das zweite Video hat aktuell 340.000 Views erhalten. Diese Aufmerksamkeit hat sich auch positiv auf das Spiel ausgewirkt. Um die Tausend Wishlists sind bei der Gaming-Plattform Steam dazugekommen.
„Wishlists sind eine wichtige Währung im Entwicklerbereich“, erklärt Maximilian Wlasak, der auch an dem Spiel arbeitet und an der TU Graz sein Masterstudium mit dem Schwerpunkt Games Engineering absolviert. „Wenn man nämlich ein Spiel auf die Wishlists setzt, bekommt man auch eine Benachrichtigung, wenn das Spiel erscheint. Es gibt einen ungefähren Prozentsatz, mit dem man dann rechnen kann, wie viele davon dann das Spiel kaufen.“
Vier Grazer Spiele in Köln
Insgesamt sind die Grazer Studenten mit vier Spielen auf der Gamescom präsent. Neben „Qwick“ stellen sie „Koshari Defense“, „Kitty Pong“ und „Menelion“ aus. Für die angehenden Entwicklerinnen und Entwickler ist die Gamescom die „lukrativste“ Spielemesse. Hier kommen die meisten Leute vorbei und setzen die Spiele danach auf die Wishlist.