Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Vom Louvre bis zum Wiener MAK: Die spektakulärsten Diebstähle aus Museen

Von der „Saliera“ über Munchs „Der Schrei“ bis zu einem „Glanzstück“ von Van Cleef & Arpels. Der Louvre-Raub war ein großer Coup Ende 2025.

Auch Meisterdieb Assane Diop in der Netflix-Serie „Lupin“ wusste, wie man in den Louvre einbricht
© Emmanuel Guimier/Netflix via www.imago-images.de
Auch Meisterdieb Assane Diop in der Netflix-Serie „Lupin“ wusste, wie man in den Louvre einbricht

Immer wieder kommt es zu spektakulären Diebstählen aus Museen. Im Folgenden ein paar internationale Fälle der vergangenen Jahre:

Wien, 27. August 2026:

Zwei Männer betreten am Nachmittag als Besucher das Wiener Museum für angewandte Kunst (MAK) und entwenden nach dem Einschlagen einer Glasvitrine ein Collier, das in der aktuellen Ausstellung „Glanzstücke“ teils mit Preziosen von Van Cleef & Arpels gezeigt wird. Wie aus einem veröffentlichten Polizeifoto hervorgeht, handelt es sich dabei um ein Schmuckstück, das im Auftrag der ägyptischen Königsfamilie entworfen wurde und aus Platin und 673 Diamanten mit einem Gesamtgewicht von 200 Karat besteht. Eine Fahndung nach den mutmaßlichen Tätern und ihrer Beute bleibt zunächst erfolglos.

Paris, November 2025:

Vier Männer dringen am helllichten Tag mit Hilfe eines Lastenaufzugs in die Apollo-Galerie des Louvre ein. Sie erbeuten einen Teil der französischen Kronjuwelen im Materialwert von 88 Millionen Euro. Vier mutmaßliche Täter werden später festgenommen, von ihrer Beute fehlt nach wie vor jede Spur. Der Kunstraub löst eine intensive Debatte über Mängel in Sachen Sicherheit und technische Ausstattung im weltberühmten Ausstellungshaus aus. Mitarbeitende fordern zudem per Streik bessere Arbeitsbedingungen. Eine parlamentarische Untersuchungskommission ortet „systemisches Versagen“ der Museumsleitung, die mitverantwortlich für den Diebstahl gewesen sei. Vier Monate nach dem Einbruch tritt Louvre-Chefin Laurence des Cars zurück.

Nach Coup im MAK: Die spektakulärsten Diebstähle aus Museen

Dresden, November 2019:

Zwei Männer dringen in das „Grüne Gewölbe“, das berühmte sächsische Schatzkammermuseum im Residenzschloss von Dresden, ein, schlagen mit einer Axt Löcher in eine Vitrine und reißen die Juwelen heraus. Knapp eineinhalb Jahre danach werden alle aus dem Berliner Clanmilieu stammenden Tatverdächtigen gefasst. Insgesamt fünf Täter werden zu Haftstrafen verurteilt. Über ihre Verteidiger geben sie den zahlenmäßig größten Teil der Beute zurück. Einige wertvolle Schmuckstücke fehlen allerdings immer noch.

Berlin, März 2017:

Aus dem Bode-Museum auf der Museumsinsel stehlen Einbrecher die 100 Kilogramm schwere Goldmünze „Big Maple Leaf“ im Wert von 3,75 Millionen Euro. Drei Jahre später werden drei junge Männer dafür zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Die Münze bleibt verschwunden, die Polizei nimmt an, dass sie eingeschmolzen wurde.

Verona, November 2015:

Bewaffnete rauben aus dem Museum Castelvecchio 17 Renaissance- und Barockgemälde im Wert von geschätzt etwa 15 Millionen Euro. Die Bilder etwa von Tintoretto und Peter Paul Rubens tauchen wieder auf. Die Täter müssen bis zu rund zehn Jahre in Haft.

Zürich, Februar 2008:

Bewaffnete Männer rauben vier Ölgemälde im Wert von 180 Millionen Schweizer Franken aus der Sammlung Bührle, darunter Werke von Claude Monet und Vincent van Gogh. Vier Jahre später sind alle Bilder wieder da. Die Täter kommen bis zu sieben Jahre in Haft.

Oslo, August 2004:

Bewaffnete überfallen das Munch-Museum und rauben eine Version des Gemäldes „Der Schrei“ und das Werk „Madonna“. Schätzwert: insgesamt 90 Millionen Euro. Beide Gemälde tauchen wieder auf, die Diebe müssen für mehrere Jahre ins Gefängnis.

Wien, Mai 2003:

Benvenuto Cellinis Salzfass „Saliera“ wird aus dem Kunsthistorischen Museum (KHM) gestohlen, drei Jahre später wird der Täter festgenommen, das Kunstwerk wird in einem Wald wiedergefunden. Schätzungen zum Wert des als eigentlich unschätzbar bewerteten Kunstwerks lagen anlässlich des Diebstahls bei etwa 50 Millionen Euro.

Berlin, April 2002:

Acht Gemälde bekannter Expressionisten im Wert von rund 3,6 Millionen Euro verschwinden aus dem Brücke-Museum. Wenige Wochen später werden die Bilder von Künstlern wie Emil Nolde oder Max Pechstein sichergestellt. Die Täter werden zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt.