Dreharbeiten in Frohnleiten: Auf den Spuren von Madame d‘Ora
Fotografin Dora Kallmus porträtierte die Kulturstars der Jahrhundertwende. Ihren Lebensabend verbrachte sie in Frohnleiten. Eine neue TV-Doku zeigt ihr Leben.

Ein Filmteam der EPO-Filmproduktion war diese Woche in Frohnleiten zu Gast. Gedreht wurden Szenen für die Biographie der Fotografinnenlegende Dora Kallmus, die sich selbst Madame d‘Ora nannte. Kallmuss verbrachte ihren Lebensabend in Frohnleiten, wo sie 1963 im Alter von 82 Jahren starb. Dass bei ihr einst die Berühmtheiten der Jahrhundertwende aus- und eingegangen waren, war zu dieser Zeit in Vergessenheit geraten.
Dora Kallmus eröffnete nach dem Besuch der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt 1907 ein Fotoatelier in Wien, wo sich Größen wie Gustav Klimt, Alma Mahler-Werfel und Arthur Schnitzler die Klinke in die Hand gaben. In Paris fotografierte sie Weltstars wie Marlene Dietrich oder Coco Chanel. Als Jüdin musste sie vor den Nazis aus Paris flüchten. Nach dem Krieg kehrte Kallmus nach Österreich zurück. In ihren letzten Lebensjahren bezog sie in Frohnleiten das Haus ihrer Schwester, die von den Nazis ermordet worden war. Einen Sendetermin gibt es für die Doku, die auf ORF und Arte gezeigt wird, noch nicht.
