Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Knittelfeld: Hightech statt Gift gegen Schädlinge

Wespen, Ameisen, Ratten und Co. haben viele Menschen nicht gerne um sich. Seit rund 15 Jahren ist das Unternehmen Anticimex, das Schädlinge bekämpft, in Knittelfeld ansässig. Mittlerweile auch digital.

Mit der Bettwanze hat 1934 alles angefangen (Cimex Lectularius)
© Anticimex
Mit der Bettwanze hat 1934 alles angefangen (Cimex Lectularius)
Michaela Egger
Redakteurin Regionalredaktion Murtal & Murau

Hochgiftige Stoffe oder grausame Fallen wurden in früheren Zeiten gerne gegen Ratten, Mäuse und anderes Getier angewendet. Heutzutage setzt man auf digitale Schädlingsbekämpfung, wie Andreas Steiner erzählt. Im Idealfall soll es erst gar nicht zu einem Befall kommen. „Bei uns spielt Prävention eine entscheidende Rolle.“

Steiner ist Marketingmanager bei Anticimex – ein heute international tätiges Unternehmen, das 1934 in Schweden gegründet worden ist. Damals wurde Immobilieneigentümern ein Jahresvertrag für „garantierte Bettwanzenfreiheit“ angeboten. Deswegen auch der Name: „Anti Cimex“ bedeutet „Gegen Wanzen“.

Schädlinge und Lästlinge

Längst werden nicht mehr nur Bettwanzen bekämpft, sondern sämtliche Arten von Schädlingen und Lästlingen. Wobei Tauben etwa als „Objektschädlinge“ nicht bekämpft werden, sondern mit Abwehrmaßnahmen ferngehalten.

Das Unternehmen ist in 22 Ländern tätig, darunter auch in Österreich. Der Jahresumsatz der Gruppe lag im Jahr 2025 bei rund 1,6 Milliarden Euro.

In Knittelfeld befindet sich die österreichische Zentrale, rund 20 Menschen sind hier beschäftigt. Insgesamt gibt es bundesweit sieben Niederlassungen.

Marketingmanager Andreas Steiner
© Steiner
Marketingmanager Andreas Steiner

Es ist ein Geschäft, das wohl nie aussterben wird. Schädlinge findet man immer und überall. Heuer sind etwa Wespen vielen Menschen besonders lästig. Doch auch Motten, Fliegen, Schaben, Ameisen, Hausbock und Co. gehören zu den „Gästen“, die man nicht gerne um sich hat. Gegen sie wendet Anticimex bewährte Methoden an, auf digitale Lösungen setzt man vor allem bei Ratten und Mäuse.

In Dänemark gibt es ein eigenes „Innovation Center“. In diesem werden smarte Produkte entwickelt. Weltweit einzigartig sei etwa die Smart Pipe, mit der in der Kanalisation laut Steiner „tierschutzgerecht, schonend und völlig giftfrei“ Ratten bekämpft werden. Bei den digitalen Produkten erfassen, vereinfacht erklärt, Sensoren rund um die Uhr Bewegungen von Ratten oder Mäusen. Die Daten werden automatisch übermittelt und ausgewertet.

Zu den Auftraggebern des Unternehmens zählen Unternehmen, Privatkunden und Kommunen. Vor allem im Lebensmittelbereich, wo Hygiene eine wichtige Rolle spielt, wollen Betriebe natürlich vorbeugen. „In der Vergangenheit musste man in der Schädlingsbekämpfung reagieren. Heute setzen wir, wo es möglich ist, auf Prävention.“ Oder wie es Steiner anders ausdrückt: „Wir wissen 24/7 genau, wie sich Schädlinge bei unseren Kunden verhalten. Wir erkennen einen Befall, bevor der Kunde selbst Spuren wie Fraßschäden oder Kot bemerkt.“

Impressionen

1 / 23
© Anticimex