Genussvolle Tour mit klassischen Rennrädern durch die Südoststeiermark
Hannes Wagner hat der Styroica neues Leben eingehaucht. Erstmals findet die Vintage Radtour am 5. September nun mit Start und Ziel in Fehring statt.

Nach der zehnten Auflage war 2025 Schluss mit der Vintage Radtour Styroica im südsteirischen Ehrenhausen. Hannes Wagner, begeisterter Radsportler aus Weinberg an der Raab (Gemeinde Fehring), war beim Finale dabei. Das Ende gilt aber nur für den einstigen Start- und Zielort. Denn Wagner, der regelmäßig an Radveranstaltungen in Österreich und Ungarn dabei ist, hat sich gesagt: „Oberösterreich und Niederösterreich haben zwei Vintage Radtouren. Es kann doch nicht sein, dass wir jetzt in der Steiermark keine haben. Ich wollte die Tour nicht sterben lassen.“
So hat er den Veranstaltern David Bernkopf und Michael Siebenhofer die Rechte abgekauft und das Rennen übernommen. Und daher werden am 5. September gut 100 Radsportlerinnen und Radsportler bei der 11. Auflage der Styroica eine von drei Strecken durch das Steirische Thermen- und Vulkanland mit Start und Ziel in Fehring in Angriff nehmen.
Mit klassischen Rennrädern, ohne Zeitnehmung
Es ist eine Ausfahrt ohne Zeitnehmung auf alten – und damit ist gemeint: klassischen – Rennrädern. Das heißt unter anderem: Räder bis Baujahr 1990, Stahlrahmen, Schalthebel am Rahmen ist Pflicht, Pedale mit Clips und Riemen, Laufräder ohne Hochprofile. Die Teilnehmer sollten auch entsprechende Kleidung tragen. Wagner: „Vintage-Kleidung wie Wolltrikots ist erwünscht.“ Und die Räder müssen verkehrstauglich sein.

„Am Anfang habe ich ein bisschen Angst vor der Aufgabe gehabt“, gesteht Wagner im Bewusstsein, was da alles zu tun ist. Aber als touristischer Profi, Wagner ist Chef des Hotels „Vier Jahreszeiten“ bei der Therme Loipersdorf, hat er die Organisation im Griff. „Die Stadt Fehring mit Klaus Sundl und Thomas Kapper unterstützt mich wirklich toll.“ Auch einige Unternehmen helfen Wagner (siehe Infobox), etwa an den Labestationen. Die Finisher-Medaille aus Holz sponsert die Tischlerei Gross in Weinberg.
Zur Styroica
Genussreiche Strecke: 58 Kilometer, 680 Höhenmeter. Führt von Fehring über Riegersburg (Gölles, Zotter, Buschenschank Christiner) und Bad Gleichenberg zurück zum Ausgangspunkt.
Sportliche Strecke: 117 Kilometer, 1230 Höhenmeter. Sie zweigt in Bad Gleichenberg nach Straden und Bad Radkersburg und führt über St. Anna am Aigen (mit einer besonderen Labestation bei Kastanien und Sturm) ins Ziel nach Fehring.
Königsstrecke: 200 Kilometer, 2200 Höhenmeter – Fehring, Riegersburg, Bad Gleichenberg, Mureck, Gamlitz, Bad Radkersburg. St. Anna am Aigen, Fehring.
Die Strecken sind mit gelben Schildern markiert.
Großzügiges Sponsoring gibt es von Gölles (für das Startergeschenk), die Zielverpflegung übernimmt der Sportlerstammtisch Weinberg/Sektion Rad.
Weitere detaillierte Infos: styroica.at
Sportliche Herausforderung in traumhafter Landschaft
Gefahren wird auf Nebenstraßen, teilweise auf Schotter. Bundes- und Landesstraße meidet man möglichst. Die Streckenführung ist nicht nur auf sportliche Herausforderung ausgerichtet – mit recht knackigen Anstiegen. Die Veranstaltung soll Sport mit traumhaften Landschaften, regionaler Kulinarik und dem besonderen Lebensgefühl der Südoststeiermark verbinden. „Ich sehe es auch als touristisch wertvoll“, unterstreicht Wagner. Viele Starter kommen von weit her: etwa aus Wien oder Deutschland, auch eine niederländische Gruppe ist dabei.
Die 58-Kilometer-Runde bietet sich für jene an, die Radfahren und Genießen verbinden möchten. Die „sportliche Strecke“ ist 117 Kilometer lang, die Königsstrecke umfasst 200 Kilometer. Sie macht eine weite Schleife entlang des Murradweges, führt über die Südsteiermark (Ehrenhausen, Gamlitz) dann nach Bad Radkersburg und über St. Anna am Aigen zurück nach Fehring (siehe Infobox). „Die Teilnehmer auf dieser Strecke sind meine Helden. Die starten schon um fünf Uhr in der Früh und müssen 2200 Höhenmeter bewältigen“, sagt Wagner. Für die zwei anderen Strecken gibt es um 10 Uhr einen neutralen Start aus Fehring hinaus: stilgerecht angeführt von Wagners Oldtimer, einem Peugeot 404.