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Arnoldstein trauert um prägende Persönlichkeit

Martin Stuppnig prägte Arnoldstein als Mitgestalter und Kulturmensch. Sein Einsatz galt Verständigung, Frieden und seiner Heimat. Kürzlich verstarb er im 101. Lebensjahr.

Ein Bild von einem Mann mit  Brille in einem dunklen Bilderrahmen. Darum sind weiße Blumen drapiert
© KK/Privat
Martin Stuppnig prägte die Gemeinde Arnoldstein. Der Buchautor verstarb am 16. August im 101. Lebensjahr
Klaus Steiner
Regionalbüro Villach

Mit Martin Stuppnig ist eine Persönlichkeit verstorben, die Arnoldstein über Jahrzehnte mitgeprägt hat. Der 100-Jährige war eng mit seiner Heimatgemeinde verbunden und setzte sich für deren Entwicklung ein. „Mit ihm ist ein außergewöhnlicher Mensch von uns gegangen“, erinnert sich Altbürgermeister Erich Kessler (SPÖ) an den Arnoldsteiner, den er als Humanisten, Weltbürger und Mann mit klarer Haltung beschreibt.

Besonders wichtig war Stuppnig die Entwicklung seiner Heimat. Die Wiederbelebung des Industriestandortes Gailitz begleitete und unterstützte er mit Überzeugung und Einsatz. Ebenso am Herzen lag ihm die Revitalisierung des ehemaligen Benediktinerklosters unter Professor Bernhard Wolfsgruber. Für den tiefgläubigen Stuppnig sei dieses Projekt eine besondere Fügung gewesen. Von Beginn an zählte er zu den Mitstreitern.

Ein Weltenbürger und Buchautor

Sein Wirken reichte weit über Arnoldstein hinaus. Als Funktionär im Esperanto-Weltverband setzte sich Stuppnig für Verständigung zwischen Menschen und Nationen ein. Auch die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs prägten ihn nachhaltig. In seinem Buch „Menschlich in der Unmenschlichkeit“ setzte er sich mit den Schrecken dieser Zeit auseinander und verband seine Erinnerungen mit einer Botschaft für Frieden und Menschlichkeit.

Spuren hinterließ Stuppnig auch im kulturellen Leben der Marktgemeinde. Als Mitbegründer und jahrzehntelanges Mitglied des Eisenbahner-Musikvereins Arnoldstein engagierte er sich für die Gemeinschaft. „Er hatte Ecken und Kanten, aber vor allem einen unverwechselbaren Blick für das Wesentliche“, erinnert sich Kessler. Stuppnigs Wirken habe weit über die Gemeindegrenzen gereicht, sein Herz sei jedoch immer in Arnoldstein geblieben. Die Verabschiedung von Stuppnig fand bereits am vergangenen Freitag, 21. August, statt.