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Millionenprojekt ohne ordentlichen Radweg: Lösung in Sicht

Knapp ein Jahr nach der Eröffnung der Unterführung in Waidmannsdorf ist die Situation für Radfahrer weiterhin prekär. Straßenbaureferentin verspricht Verbesserungen.

Für Radfahrer kann die Unterführung in Waidmannsdorf gefährlich werden
© Weichselbraun Helmuth
Für Radfahrer kann die Unterführung in Waidmannsdorf gefährlich werden
Marco-William Ninaus
Teamleiter Regionalredaktion Klagenfurt

Vor einem Jahr war die Erleichterung groß. Endlich endeten die Arbeiten an der neuen Bahnunterführung in Waidmannsdorf, womit die Sperre als auch lange Wartezeiten Geschichte waren. Doch nicht alle zeigten sich zufrieden. Während sich die Situation für Autofahrer deutlich verbesserte, schauten Radfahrer durch die Finger.

Wer mit dem Rad durch die Unterführung fährt, muss an den jeweiligen Enden anhalten und absteigen. Denn der Geh- und Radweg endet abrupt, was zu gefährlichen Situationen zwischen Radfahrern, Fußgängern und Autofahrern führen kann. Das bestätigt auch Ferdinand Pirmann vom Stadtpolizeikommando Klagenfurt. Unfälle seien zwar keine bekannt, jedoch könne es „möglicherweise zu Gefahrensituationen unter Radfahrern gekommen sein“.

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Der Radweg endet an den Ein- und Ausfahrten
Der Radweg endet an den Ein- und Ausfahrten © Weichselbraun Helmuth Kleine Zeitung

Radlobby liefert Lösungen

Seit Monaten übt die Radlobby starke Kritik. Ihr Lösungsvorschlag: Radfahrerüberfahrten entlang der Zebrastreifen im Norden und Süden der Unterführung, wodurch auch der Kreuzungsbereich Waidmannsdorfer Straße/Ankershofenstraße entschärft werden würde. „Die Maßnahmen wären einfach und kostengünstig umzusetzen und würden wesentlich zur Verkehrssicherheit für alle beitragen“, sagt Gerald Schumer, Geschäftsführer der Radlobby Österreich.

Er legte diese Ideen dem Magistrat und Straßenbaureferentin Sandra Wassermann (FPÖ) vor. Es folgte ein Lokalaugenschein und ein offenbarer Konsens. „Frau Wassermann konnte unsere Anliegen gut nachvollziehen“, sagt Schumer. Aber: „Leider ist bis heute nichts passiert.“

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„Die Maßnahmen wären einfach und kostengünstig umzusetzen und würden wesentlich zur Verkehrssicherheit für alle beitragen“, sagt Schumer
„Die Maßnahmen wären einfach und kostengünstig umzusetzen und würden wesentlich zur Verkehrssicherheit für alle beitragen“, sagt Schumer © KK

„Es befindet sich alles in der Pipeline“, sagt Wassermann, die die Vorschläge umsetzen lassen möchte und einen Radweg entlang der Waidmannsdorfer Straße bis zur Maximilianstraße plant. Trotzdem sei Geduld gefragt, steht diese Projekt aufgrund von mangelnden Ressourcen weiter unten auf der Prioritätenliste. Im kommenden Jahr könne die Unterführung aber Thema werden, hofft Wassermann: „So eine Veränderung gehört ordentlich geplant.“

Radlobby hofft auf weitere Schritte

Warum das nicht zeitgleich mit dem Bau passiert ist, könne Wassermann nicht eindeutig sagen. Jedoch zeigt sie sich einsichtig. „Man muss sowas in Zukunft besser machen“, gibt die Stadträtin zu.

Mittel- bis langfristig hofft die Radlobby auf weitere Maßnahmen. Die Radweglücke müsse von der Siebenhügelstraße bis zur Unterführung geschlossen werden, gleichzeitig müsse der Radweg bis zur Villacher Straße verlängert und an die Tarviser Straße angebunden werden. „So könnte eine durchgängige und starke Radverbindung vom Südwesten ins Zentrum entstehen“, sagt Schumer.