Voitsberg macht seine Bergbaugeschichte erlebbar
Als eines von mehreren Denkmälern in der Region erinnert der Geräte- und Erlebnispark Zangtal an den einst so prägenden Bergbau im Bezirk Voitsberg.
Mehr als 20 Jahre nach Ende des Kohleabbaus wird noch an die Bergbaugeschichte in der Region und die zahlreichen Kumpel, die sie prägten, erinnert. Dafür sorgt unter anderem eine Reihe von Erinnerungsstätten in der Lipizzanerheimat.
Begehbares Denkmal in Zangtal
So auch die Bergbauerinnerungsstätte Zangtal, ein Outdoor-Maschinen- und Gerätepark. Dieser wurde von der Stadtgemeinde Voitsberg mit Hilfe einer Förderung aus dem EU-Leader-Programm im Jahre 2021 eingerichtet. Damit wurde dem von 1800 bis 1989 blühenden Kohlebergbau und seinen Bergleuten ein „begehbares Denkmal errichtet", führt Lasnik im Prospekt aus.
„Im Zentrum der Anlage steht der Schaufelradbagger VABE SchRs 700. Er wurde 1985/86 von der Voestalpine Zeltweg produziert, ist 45 Meter lang, 12 Meter hoch, 11,20 Meter breit und wiegt mehr als 560 Tonnen. Sein Schaufelrad hat einen Durchmesser von 7,5 Metern und seine durchschnittliche Förderleistung betrug 1000 Tonnen Kohle oder 1000 Kubikmeter Abraum pro Stunde", so der Historiker.
Doch nicht nur der gigantische Schaufelradbagger erzählt vom Bergbau, so gibt es neben einer Reihe von schweren Maschinen und Geräten unter anderem Stollen, eine mittels Pressluft gezogene Grubenbahn, eine Schrammwalze, Kabeltrommelwagen, einen Hochlöffelbagger oder eine Schrämwalze zu sehen. Informationen über das Gezeigte geben die zahlreichen, bebilderten Schautafeln. Auch der Schutzpatronin der Bergleute, der Heiligen Barbara, ist ein Stollen gewidmet.
Seit 2012 gibt es auch einen Erlebnispark
Weiters errichtete die Stadtgemeinde Voitsberg den Energie-Erlebnispark Zangtal, der ab 2012 vom Bereich Zangtal bis zur Burgruine Obervoitsberg eingerichtet wurde. Die Idee dazu war, „dass das Erbe des Bergbaues schrittweise in einen Landschaftspark übergeführt wird, in dem Energie in unterschiedlichen Formen erlebt werden kann".