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Dürre, Hitzeschutz: Was das Land Steiermark tut und noch unternehmen will

Steirische Landesregierung traf sich zum „Hitzeschutzgipfel“ und legte eine Liste der großteils bekannten Vorhaben vor.

Landwirt Kilian Eberl und Bauernbund-Direktor Bernd Brodtrager in einem verdorrten Maisacker in der Oststeiermark
© KLZ / Veronika Teubl-lafer
Landwirt Kilian Eberl und Bauernbund-Direktor Bernd Brodtrager in einem verdorrten Maisacker in der Oststeiermark
Thomas Rossacher
Redakteur Bundesland Steiermark

Die reguläre Feriensitzung der steirischen Landesregierung musste heuer zum „Hitzeschutzgipfel“ erklärt werden. Landwirtschaft, Opposition und Bevölkerung haben angesichts zweier Hitzewellen und anhaltender Trockenheit nach Lösungen und Plänen gerufen.

Bestätigt werden konnte der Eindruck der Verbraucher, dass die Stromversorgung trotz Wasserknappheit „sicher und zuverlässig“ sei, wie das Land mitteilte. Unter anderem sorgt das Gaskraftwerk Mellach für Nachschub, wenn Photovoltaik und Windkraft auslassen. Gut zu wissen, dass auch die Trinkwasserversorgung landesweit sicher ist. Lokal war die Situation temporär angespannt.

Klimawandel

Beim Hitzeschutz muss das Land das Rad nicht völlig neu erfinden. Die Klimawandel-Anpassungsstrategie des inzwischen verstorbenen Agrarlandesrates Hans Seitinger (ÖVP) ist nur ein Beispiel dafür. Die Koalition aus FPÖ-ÖVP konzentriert sich (ebenso) auf Bildungs-, Gesundheitseinrichtungen, auf Landwirtschaft, Feuerwehr und Katastrophenschutz.

„Besonders wichtig ist, dass wir auf ältere Menschen und Kinder achten, unsere Einsatzkräfte unterstützen und unsere Infrastruktur widerstandsfähig machen“, wird LH Mario Kunasek (FPÖ) zitiert. „Wir haben deshalb in den vergangenen Jahren wichtige Maßnahmen gesetzt“, so Stellvertreterin Manuela Khom (ÖVP).

Hitzeschutzplan

Die Landesregierung legte eine Liste der großteils bekannten Projekte und Vorhaben vor. Darunter den Plan, steirische Schülerinnen und Schüler ab 2027 in den heißen Juniwochen zum Schwimmunterricht zu schicken. In Vorbereitung sei ein Hitzeschutzplan eigens für Kindergärten und Kinderkrippen.

Für Kinder und Jugendliche

Dürreversicherung

Die Landwirtschaft leidet unter der Trockenheit besonders, worüber nicht nur die Kürbisbauern ein Klagelied singen können. Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer (ÖVP) verweist auf die geförderte Hagel- und Dürreversicherung oder gezielte Förderungen für Bewässerungsmaßnahmen. In puncto Wasser führt sie natürlich die Investitionen ins Leitungsnetz an (wir berichteten im Vorjahr und heuer), die Renaturierungsprojekte und den Hochwasserschutz.

Für Land- und Forstwirte

Die Einsatzkräfte bekamen die Dürre nicht minder zu spüren, so viele Waldbrände wie 2026 gab es in der Steiermark seit Jahren nicht. LH Kunasek verweist dabei auf Spezialausrüstung zur Waldbrandbekämpfung, knapp 10 Millionen Euro seit 2021. Zudem sollen Mittel des Waldfonds aufgestockt und der Hitzeschutz „stärker in den Katastrophenschutzplänen der Gemeinden“ verankert werden.

Für Feuerwehr & Co.

Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom (ÖVP) und Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ; Archivbild)
© APA / Erwin Scheriau
Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom (ÖVP) und Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ; Archivbild)

Andere Mitglieder der Landesregierung haben ihre Ressorts ebenso nach Hitzeschutzmaßnahmen durchforstet. „In stark betroffenen Bereichen installiert die Kages sukzessive nachträglich Erleichterungskühlungen“, teilte Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) etwa mit. „Die Mitarbeiter des Straßenerhaltungsdienstes werden künftig verstärkt mit kühlender Schutzausrüstung unterstützt“, ergänzte Claudia Holzer (FPÖ). Vize-LH Khom und Stefan Hermann (FPÖ) erinnerten. Klimatisierungs- und Kühlungsmaßnahmen in Gemeinden über Bedarfszuweisungsmittel zu unterstützen.

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