L‘Osteria ist nach Umbau zurück: „Suchen zweiten Grazer Standort“
Das Restaurant auf dem Grazer Mehlplatz wurde umgebaut und der Neustart mit Gästen gefeiert. Geschäftsführerin Heinritzi schwärmt von Graz – und hat Gusto auf mehr.

Zwischen den beiden Abenden mit geladenen Gästen, gschmackigen Grüßen aus der Küche und Handyfotos von frisch hergerichteten Räumen, liegen 13 Jahre: Damals, im Jahr 2013, hat Maria Klara Heinritzi das Restaurant „L‘Osteria“ auf dem Grazer Mehlplatz eröffnet – Zehntausende Pizzen und einen Großumbau später hat sie am Mittwochabend nun das Lokal in neuem Glanz präsentiert. Und der Kleinen Zeitung verraten, dass sie in der steirischen Landeshauptstadt Gusto auf mehr hat.
Schnürrlsamt und mehr
Am Mehlplatz war die L‘Osteria bloß ein paar Tage lang geschlossen, dennoch ist viel passiert: Nicht nur sämtliche Sitzbänke im Inneren des Restaurants wurden erneuert und laden nun mit gemütlichem „Schnürrlsamt“ in Grün und Rot zum Verweilen ein – auch die Bar wurde überholt, die meisten Tische hat man ebenfalls ausgetauscht. Vor allem aber wurden die WC-Anlagen vom ersten Stock ins Parterre geholt und nun – auch im Hinblick auf die Barrierefreiheit – im hinteren Bereich neu aufgebaut.

„Vegetarische Gerichte hatten wir immer schon“
Vor 13 Jahren war das Grazer Restaurant der deutschen L‘Osteria-Kette, das hier am Mehlplatz dem „aiola city“ nachgefolgt ist (davor war es das „;Maroni“, erinnern Sie sich?), eines der ersten Lokale in Heinritzis Verantwortung. Heute hat die Masterlizenznehmerin für Österreich bereits 17 Häuser in ihrem Portfolio. Hat sich das Unternehmen seither stark verändert? Heinritzi: „Eigentlich gar nicht so sehr. Vegetarische und vegane Gerichte hatten wir schon immer, diese hat die italienische Küche ja von Natur aus zu bieten, heute schildern wir es halt extra aus.“ Dass Energie- und Preiskosten massiv gestiegen sind, bekomme sie – so wie alle Kollegen in der Gastronomie – ebenfalls zu spüren. „Wir versuchen natürlich da und dort einzusparen. Jedenfalls nicht beim Personal und bei der Qualität für den Gast.“
Ich kann die Stadt wieder in Ruhe genießen.
— Helmut Marko , ist seit seiner Formel-1-Pension wieder öfter in Graz
Fast nebenher gesteht Heinritzi, dass sie Graz als „unheimlich tolle Stadt“ empfindet, das Flair schätzt – und sich das auch auf ihre beruflichen Ambitionen überträgt: „Wir suchen tatsächlich bereits einen zweiten Standort in Graz.“
Unter den Ehrengästen bei der offiziellen Neueröffnung an diesem Mittwochabend ist auch der „Hausherr“ dieser Liegenschaft, Helmut Marko: „Ich finde, die Räumlichkeiten sind um einiges heller und freundlicher geworden“, nickt der Grazer Hotelier. Im Vorjahr verabschiedete sich Marko ja bei „Red Bull Racing“ und ging in die Formel-1-Pension – doch von Ruhestand könne keine Rede sein, „ich habe genug zu tun“, schmunzelt er. Hat er jetzt, da er wieder öfter in Graz ist, seine Heimatstadt gleichsam neu kennengelernt? Marko: „Das nicht. Aber ich kann die Stadt wieder in Ruhe genießen.“


