Feuerwehr St. Georgen am Weinberg rüstet für Ernstfall auf
Für schnelle Hilfe organisierte die FF St. Georgen einen Defibrillator. Die Angst vor der Handhabung soll mit einer Einschulung am 21. August genommen werden.

Im Ernstfall können Minuten über Leben und Tod entscheiden. Die Freiwillige Feuerwehr (FF) St. Georgen am Weinberg schafft deshalb erstmals einen Defibrillator an, der nicht nur der Feuerwehr, sondern der gesamten Bevölkerung zur Verfügung stehen soll. Die Idee dazu entstand im Austausch mit der FF St. Michael ob der Gurk. „Kommandant Jürgen Kordesch hat mir den Defibrillator gezeigt. Wir haben uns dann in der Kameradschaft zusammengesetzt und besprochen, ob wir uns anschließen. Es kam ein klares Ja“, erzählt der neue Kommandant der FF St. Georgen am Weinberg, Harald Mulle.
Sorge vor Verwendung

Anschließend wurde das Gespräch mit der Gemeinde geführt. Die Finanzierung erfolgt mit deren Unterstützung, da sie einen Förderantrag stellen kann, den Rest übernimmt die Feuerwehr aus dem Kameradschaftsgeld. Auch beim Feuerwehrfest wurde für die Anschaffung Geld gesammelt. „Beim Eintritt haben wir um eine freiwillige Spende gebeten, damit wir den Defibrillator anschaffen können. Viele haben gesagt, dass das eine super Idee ist, sie jedoch ‚Angst‘ vor der Verwendung haben“, berichtet Mulle.
Dadurch war es auch ihm wichtig, der gesamten Bevölkerung eine Einschulung zu ermöglichen, die am Freitag, den 21. August um 19 Uhr im Feuerwehrhaus stattfindet. Gemeinsam mit dem Roten Kreuz wurde vereinbart, dass nicht nur Feuerwehrmitglieder, sondern alle Interessierten teilnehmen können. „Wir wollen zeigen, dass man keine Angst vor der Verwendung haben muss.“
Bis die Rettung von Völkermarkt kommt, braucht das seine Zeit.
— Harald Mulle, Kommandant FF St. Georgen am Weinberg
Der Defibrillator wurde außen am Rüsthaus angebracht und ist rund um die Uhr für die Bevölkerung zugänglich. Die finale Beschilderung folgt noch vor der Einschulung. „Wir haben in unmittelbarer Nähe keinen Defibrillator. Bis die Rettung von Völkermarkt kommt, braucht das seine Zeit“, erklärt Mulle. Das Gerät wurde auf rund 1,50 Meter Höhe montiert. Auch die Notrufnummern werden beim Standort gut sichtbar angebracht. „Wichtig ist, dass ihn alle bedienen können“, so der Kommandant.

Auch für die Feuerwehr selbst ist der Defibrillator eine wichtige Ergänzung. „Auch für uns ist es so gedacht, dass wir besser helfen können“, sagt Mulle. In der Feuerwehr gibt es einen ausgebildeten Feuerwehrsanitäter, der im Notfall unterstützen könnte. Neben der FF St. Georgen am Weinberg haben auch die FF St. Michael ob der Gurk und die FF Gattersdorf einen Defibrillator angeschafft – somit ist die Region gut ausgestattet. Für Mulle, der für die Unterstützung der Gemeinde dankbar ist, steht hinter der Initiative vor allem ein Gedanke: „Wir wollen ein Zeichen setzen, dass Gesundheit und Sicherheit wichtig sind.“



