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Tausende St. Veiter machten bei diesem Lehrer den Führerschein

Harald Ressenig hat mehrere Weltrekorde aufgestellt und ist seit 35 Jahren Fahrlehrer. Tausende St. Veiter haben bei ihm den Führerschein gemacht.

Ein Mann steht vor einem LKW
© KK/Privat
Harald Ressenig ist seit 35 Jahren Fahrlehrer

„Ich kann es nicht glauben, dass 35 Jahre so schnell vergangen sind“, sagt Harald Ressenig. Der Launsdorfer ist seit 1991 bei der Fahrschule Zygartowski in St. Veit tätig. Egal ob Auto, Traktor, Motorrad, LKW, Anhänger – Ressenig ist Fahrlehrer für alle Führerscheine. Doch den Weg in die Fahrschule fand er eigentlich wie die Jungfrau zum Kind. „Ich war sechs Jahre lang Berufssoldat und wurde beim Heer als Kraftfahrer eingesetzt. Ich hatte damals viel Zeitausgleich und habe die Ausbildung zum Fahrlehrer gemacht und nebenbei in der Fahrschule gearbeitet. Kurt Zygartowski hat mich dann gefragt, ob ich nicht hauptberuflich in seine Fahrschule wechseln möchte. Mittlerweile wird die Fahrschule in der dritten Generation geführt und ich darf noch Teil des Teams sein.“

Was den Fahrlehrer überrascht – „Mittlerweile kommen die Kinder von ehemaligen Schülern zu mir. Da merkt man, wie die Zeit vergeht“, sagt der 58-Jährige mit einem Lachen. Ressenig wurde auch durch mehrere außergewöhnliche Spritsparrekorde und fahrtechnische Weltrekorde bekannt. Auf der Rennbahn in St. Veit stellte er legendäre Weltrekorde im fahrtechnischen Dauerbetrieb auf, bei denen er unter anderem versuchte, 60 Stunden ohne Pause zu fahren. Ebenso schaffte er unter anderem, eine Strecke durch halb Europa bis zum Nordkap und wieder zurück mit minimalem Kraftstoffverbrauch zu fahren. „Mittlerweile muss ich aber niemanden mehr etwas beweisen. Ich möchte nun Aktionen für den guten Zweck ins Leben rufen und keine Rekorde mehr brechen.“

Harald Ressenig an seinem ersten Arbeitstag
© KK/Privat
Harald Ressenig an seinem ersten Arbeitstag

Seit 35 Jahren im selben Unternehmen ist für viele nicht mehr alltäglich. „Das Team in der Fahrschule wurde schon zu meiner zweiten Familie. Und dass ich solange dort arbeiten darf, bestätigt wohl auch meine Leistung“, sagt der zweifache Familienvater mit einem Lächeln. Die größten Veränderungen in seinem Job: „Der Umgang mit den Leuten. Man muss heute viel behutsamer mit den Schülern und den Eltern arbeiten. Aber das passt schon. Die Freude am Beruf lass ich mir nicht nehmen.“

Wenn Ressenig sich nochmal für einen Beruf entscheiden könnte, wäre es jedoch nicht Fahrlehrer. „Mein Traum war es immer Pilot zu werden. Jedoch war das damals eine finanzielle Hürde.“

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