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Ohne ihn blieben die Bühnen in der Lipizzanerheimat still und dunkel

Eventtechniker Franz Achatz versorgt sämtliche Veranstaltungen in Voitsberg und Köflach mit der nötigen Technik. Sein Traum: Ein Achtziger-Jahre-Museum.

Eventtechniker Franz Achatz
© KLZ / Robert Preis
Eventtechniker Franz Achatz
Robert Preis
Regionalredaktion Voitsberg

Was haben Alessa am 20. August, das Dämmerschoppen der Bergkapelle Hödlgrube-Zangtal tags darauf oder die „Schlagernacht in Weiß“ am 22. August gemeinsam? Richtig: Franz Achatz. Seit 23 Jahren gilt der Voitsberger als gelernter Nachrichtenelektroniker für die Bezirkshauptstadt und seit 15 Jahren für Köflach als Garant für Licht und Ton schlechthin. Kein Wunder, dass der 53-Jährige Stars von Ludwig Hirsch bis Natalie Holzner kannte und kennt und manche von ihnen auch beinah die gesamte Karriere hindurch begleitet.

Wir befinden uns in Achatz’ Reich in Köflach. Sein Unternehmen ComSat Elektronik – Achatz hat sich vor 26 Jahren selbstständig gemacht – ist ein Paradies für Technik-Freaks, ein Traum für Bastler und Sammler. Und genau diesen Traum lebt er auch. Obwohl der mitunter auch ganz schön stressig sein kann. Zuletzt war er etwa beim Rock & Country Festival im Gasthaus Reinisch, bei Metal & Tatoo beim Wiednermichl oder als Systemtechniker auf der Burg und bei den Veranstaltungen am Michaeliplatz im Einsatz. „Das geht alles nur, weil ich Freunde hab, die mir helfen und ich im Grunde ein Sicherheitsfanatiker bin. Ich bin nämlich jemand, der am Anfang nervt, weil er alles wissen will, was gebraucht wird, bei der Veranstaltung selbst aber ganz gechillt ist.“

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Eventtechniker Franz Achatz
Eventtechniker Franz Achatz © KLZ / Robert Preis

Planung ist also alles und ein großes Ersatzlager auch, und das hat Franz Achatz ganz bestimmt. „Ich bin ein leidenschaftlicher Sammler und deshalb sind für mich Second Hand Läden das Schlimmste.“ Achatz angelt sich vor allem Geräte aus den Achtziger Jahren, „Walkmen sind meine Leidenschaft, Ghettoplasma, alte PCs, ich richte alles her und kann es dann nicht wegwerfen, da spüre ich einen echten Trennungsschmerz.“

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Franz Achatz mit Philipp Hochmair ...
Franz Achatz mit Philipp Hochmair ... © Privat

Walkmen sind meine Leidenschaft, Ghettoplasma, alte PCs, ich richte alles her und kann es dann nicht wegwerfen.

— Franz Achatz, Eventtechniker
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Auch die Quiznight in der Mittelschule Köflach betreut Franz Achatz regelmäßig
Auch die Quiznight in der Mittelschule Köflach betreut Franz Achatz regelmäßig © Privat

Das Faible für Elektronik wurde ihm freilich in die Wiege gelegt. Vater Franz Achatz Sen., der einst Betriebstechniker bei der Firma Bauer war, ist mit seinen 79 Jahren immer noch begeisterter Röhrenradio-Bastler und Bruder Heinz ist Ingenieur. „Ich selbst mache mittlerweile die Friedhofsbeschallung zu Allerheiligen in Köflach, in Piber die Weihnachtsbeleuchtung und in Voitsberg sämtliche Konzerte in den Stadtsälen und auf der Burg.“

Karrierehöhepunkt

Stars kennt er deshalb tatsächlich viele. Ein Höhepunkt seiner Laufbahn war aber das Engagement für Philipp Hochmair und dessen „Jedermann“ im Jahr 2025 auf der Burg Voitsberg. „Er war sehr entspannt, ich glaube, er hat gleich gemerkt, dass er sich auf mich verlassen kann.“ Roman Palfrader, Pepi Hopf, die Raabtaldirndln – die Liste an Stars, die er bereits bei ihren Auftritten unterstützt hat, ist lang. „Mein Ziel ist einfach, dass die Veranstaltung reibungslos funktioniert, deshalb hab ich in meinem Wagen auch immer alles doppelt dabei.“

Schlagernacht in Weiß auf der Burg Obervoitsberg
© Nadja Fuchs
Schlagernacht in Weiß auf der Burg Obervoitsberg

Fürs kommende Jahr plant er „lichtmäßig etwas mehr zu machen“, und für später einmal hat er sich ein Achtziger-Jahre -Museum vorgenommen, „mit Gameboy, Walkman und den alten Platten. Ich glaube, viele Leute in meiner Generation denken noch sehr gerne an diese Zeit zurück, da müsste es einen Markt dafür geben“. Oja, das glauben wir auch.

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