Ausbau in Graz-St.-Peter blieb im Kostenrahmen
Die Kosten beim Ausbau vom Anschlussstellen zur Autobahn im Grazer Süden wurden eingehalten. Aber der Landesrechnungshof übt auch Kritik.

Weil der Verkehr auf der Grazer Ring Straße (B 67a) zwischen dem Südgürtel und St. Peter stark zugenommen hatte und sich dort mehr Betriebe angesiedelt hatten, wurde der Straßenabschnitt von 2023 bis 2024 saniert und ausgebaut. Nun nahm der Landesrechnungshof (Direktor Heinz Drobesch) das Projekt unter die Lupe.
Fazit: Das Budget wurde mit rund 7,6 Millionen Euro eingehalten, es lag sogar unter der Prognose von 2023 (7,9 Millionen Euro). Der Anteil von Ditten machte 1,6 Millionen Euro aus.

Kritik vom Landesrechnungshof
Es zeigten sich aber auch Mängel, etwa bei Ausschreibungen. Acht Aufträge für die Ampelanlagen um 760.012 Euro seien „ganz ohne Wettbewerb und ohne die Einholung von Vergleichsangeboten“ an ein Unternehmen ergangen. „Eine nachvollziehbare Begründung“ fanden die Prüfer nicht.
Trotz anders lautender Vorgaben wurde das Projekt nicht als Großprojekt umgesetzt.
— Aus dem Prüfbericht
Obendrein wurde der „Radoffensive Graz 2030“-Vertrag (über die Kostenteilung von Stadt Graz und Land Steiermark) nicht berücksichtigt. Und: Der Ausbau hätte als Großprojekt eingestuft werden müssen. Dann hätte es ausreichend Personal für Aktenführung, Risikomanagement etc. gegeben.