Sie war für ihre Schüler und ihre Gemeinde engagiert
Marianne Kaplaner wuchs am Klopeiner See auf und war Grundschullehrerin in St. Andrä. Bei der SPÖ engagierte sie sich für Frauen. Nun verstarb sie im 74. Lebensjahr.

Als Familienmensch mit Herz, passionierte Lehrerin und Freundin voller Lebensfreude und Fröhlichkeit – so wird Marianne Kaplaner, die am 11. August 2026 im Kreise ihrer Liebsten verstorben ist, von ihrer Familie beschrieben.
Am 29. August 1952 wurde Kaplaner am Klopeiner See geboren. Als Älteste von drei Kindern wuchs sie in einer liebevollen Familie auf. Ihr sechs Jahre jüngerer Bruder Franzi und ihre zwölf Jahre jüngere Schwester Felizitas waren wichtige Menschen in ihrem Leben. Am Klopeiner See verbrachte sie glückliche Jahre. Schwimmen war ihre große Leidenschaft. Im Elternhaus wurde musiziert, der Vater spielte Harmonika. Gemeinsames Singen begleitete Marianne daher schon seit ihrer Kindheit.
Traumberuf Lehrerin
Nach der Volksschule in St. Kanzian besuchte sie das Gymnasium in Klagenfurt und maturierte 1971. Anschließend absolvierte sie das Studium zur Volksschullehrerin. Der Lehrerberuf war ihr Traumberuf und sollte sie ihr gesamtes Berufsleben begleiten. 1973 trat Marianne ihre erste Stelle an der Volksschule St. Georgen an. In dieser Zeit lernte sie ihren Lebensmenschen Gerold kennen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Aus dieser Begegnung wurde eine lebenslange Liebe und ihr Gerold begleitete sie bis zum Schluss. Am 24. April 1976 heirateten die beiden. Gemeinsam bauten sie sich in St. Andrä ein Eigenheim auf. 1980 kam Tochter Karin zur Welt, 1983 folgte Tochter Birgit. Mit den drei Enkelkindern Pamina, Viola und Frida wurde das Familienglück später bereichert.
Engagement für Frauen
Ab 1981 unterrichtete Marianne an der Volksschule St. Andrä. Sie war eine engagierte, herzliche und fachlich versierte Pädagogin, die jedes Kind in seiner Einzigartigkeit wahrnahm. Besonders am Herzen lagen ihr Integration und Inklusion. Im Bezirk Wolfsberg entwickelte und unterrichtete sie als Erste eine Integrationsklasse. 2012 ging sie in Pension, blieb der Schule und pädagogischen Themen aber weiterhin eng verbunden.
Neben ihrer Familie und ihrem Beruf war das Singen ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Ihr Herzensverein war der Chor der Dorfgemeinschaft St. Jakob. Auch gesellschaftliches Engagement war Marianne wichtig. Sie engagierte sich für Frauenarbeit bei der SPÖ und setzte sich für Frauenbildung ein.
Zuversicht trotz Erkrankung
Ihre Freizeit war von Bewegung und Natur geprägt. Sie spielte begeistert Tennis, fuhr gerne Rad und liebte das Langlaufen, unter anderem auf der Hebalm. Bis zuletzt ging sie walken. Auch schwere Verluste musste Marianne verkraften. Halt fand sie in ihrer Familie, allen voran bei Gerold und ihren Töchtern. Auch angesichts ihrer schweren Erkrankung bewahrte sie ihre Zuversicht und ihren Lebenswillen.
Marianne Kaplaner hinterlässt ihren Mann Gerold, ihre Töchter Karin und Birgit, ihre drei Enkelkinder und viele Menschen, die sie als lebensfrohen, hilfsbereiten, herzlichen und außergewöhnlich positiven Menschen in Erinnerung behalten werden. Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 18. August um 19.00 Uhr in der Basilika Maria Loreto in St. Andrä statt. Die Möglichkeit zur persönlichen Abschiednahme besteht ab 17.30 Uhr.


